„Das lass' ich mir nicht nehmen“. 2. Landesliga Ost / Erfolgstrainer Goran Djuricin will auch in der 1. Landesliga mit Offensivfußball glänzen. Das große Interview.

Von Johannes Wiesmann. Erstellt am 16. Juni 2014 (09:28)
Ebreichsdorf-Trainer Goran Djuricin spricht über die hohen Erwartungen und den Titelgewinn. Foto: Wallner
NOEN, Wolfgang Wallner

NÖN: Gratulation zu einer überragenden Saison. Ist heuer alles so gelaufen, wie Sie sich das erwartet haben?
Goran Djuricin: Sagen wir so: Es ist so gelaufen wie sich das viele erwartet haben. Ich habe es mir erhofft. Das es dann wirklich so eine überragende Saison geworden ist, ist natürlich toll.

„Jeder hat seinen Job heuer perfekt erledigt“

Jeder wusste, das mit diesem Team der Aufstieg hermuss. Wie war es mit diesem Druck umzugehen?
Der Verein hat nie Druck gemacht. Aber der Druck, den ich mir persönlich auferlegt habe, war sehr kräftezehrend. Ich bin ein unglaublich ehrgeiziger Mensch. Mein Fokus war so stak, dass ich mich, nachdem der Titel vier Runden vor Schluss fix war, gar nicht richtig gefreut habe. Ich wollte noch immer jedes Spiel gewinnen, war sehr verbissen. Erst zwei Wochen später hab ich es dann wirklich realisiert, dass wir es geschafft haben.

Was waren die Gründe für die Dominanz Ihres Teams?
Das hat für mich vor allem drei Gründe: die für diese Liga überragende individuelle Klasse der Spieler, der unglaubliche Zusammenhalt in der Mannschaft und das perfekte Umfeld. Egal ob Spieler, sportlicher Leiter, Präsident oder ich als Trainer - jeder hat seinen Job heuer perfekt erledigt.

Einer dieser Spieler, mit individueller Klasse ist Thomas Slawik. Warum hat man sich dazu entschieden sich von ihm zu trennen?
Thomas war wahrscheinlich die tragende Säule des Meistertitels und ein außergewöhnlicher Fußballer. Aber wir müssen in die Zukunft blicken. Er ist 32, wird auch nicht mehr jünger. Wir wollen hier ein Team formen, das über die nächsten drei, vier Jahre zusammenbleibt. Das würde schwer werden für ihn.

„Unser erklärtes Ziel ist der fünfte Platz“

Mit Höfel, Monschein, Pinter und Juric hat man sich aber mit vier Topspielern verstärkt. Wie beurteilen Sie ihren Kader?
Qualitativ ist er sehr gut, in der Quantität fehlt uns aber wahrscheinlich etwas auf die Topteams in der Landesliga. Mit den Neuzugängen bin ich sehr zufrieden, jeder einzelne wird uns sicher weiterhelfen.

Wie sehen die Ziele für die kommende Saison aus?
Unser erklärtes Ziel ist der fünfte Platz. Für die ersten drei wird es wohl schwer. Die Liga ist sehr stark und einige Vereine wollen unbedingt Meister werden. Wir wollen uns erst einmal einen Namen machen, uns und vor allem unseren Spiel stil erst einmal etablieren.

Wird dieser Spielstil auch eine Liga höher ähnlich offensiv angelegt sein?
Ganz sicher! Das lass ich mir nicht nehmen. Die Gegner werden deutlich stärker werden, aber das ist unser Spiel. Durch die Neuverpflichtungen erwarte ich mir sogar eine noch dynamischere Mannschaft.