Beachvolleyballer: Auf Tiefflug folgt Aus. Doppler/Horst beim Turnier in Doha frühzeitig out. Am Sonntag kam jedoch auch der „Pausenpfiff“ für die World Tour.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 17. März 2020 (02:42)

Als „letzte Sport-Mohikaner“ waren die Beachvolleyballer vergangene Woche noch im Einsatz. So als hätte es das Corona-Virus nie gegeben. Bis der Weltverband FIVB am Sonntag entschied, die prestigeträchtige World Tour in die Pause zu schicken. Vorerst bis April ist die weltweite Turnierserie gestoppt.

„Wir begrüßen diese Entscheidung“, sagt Katharina Schützenhöfer, die mit ihrer Partnerin Lena Plesiutschnig für den 1. Badener Beachvolleyballverein an den Start geht. „Wir Sportler sollten uns niemals zwischen unserer Gesundheit, der Gesundheit anderer und möglichen Olympia-Qualifikationspunkten entscheiden müssen.“

Österreichs Top-Duo steckt schließlich im Rennen ums Ticket für Tokio – falls die Spiele heuer im Sommer tatsächlich stattfinden sollten. Einen Rückschlag gab‘s für Clemens/Doppler und Alex Horst. Die Routiniers verabschiedeten sich sieglos vom World-Tour-Event in Doha, beendeten das Turnier auf Platz 25. Die Schwankungen beim Service erwiesen sich als Knackpunkt. Trainer Robert Nowotny bleibt ruhig: „Weit weg sind die Jungs nicht.“

Badener kämpfen um „ihr“ Top-Turnier

In Langkawi (Malaysia) flog am Sonntag noch der Beachvolleyball. Die jungen Steirerinnen Dorina und Ronja Klinger mussten sich erst im Finale geschlagen geben, die NÖ-Paarung Franziska Friedl (Münichsthal) und Eva Pfeffer (Aschbach) war zu diesem Zeitpunkt schon längst abgereist. Aus Sicherheitsgründen: „Auch wenn die Lage in Malysia nicht so schlimm ist wie bei uns“, sagt Pfeffer.

Die Corona-Krise trifft freilich auch Baden hart. In der Kurstadt sollte eigentlich vom 14. bis 17. Mai mit dem Continental-Cup ein entscheidendes Turnier am Weg zu Olympia stattfinden. Organisator Dominik Gschiegl: „Wir wollen das Turnier unbedingt halten, könnten es auch in den Juni verschieben und würden es auch ohne Publikum spielen, wenn es möglich ist. Da muss man aber abwarten, wie der Verband entscheidet, etwa ob Sportler überhaupt anreisen dürfen.“

Aufs Reisen verzichtet haben die Strauss-Zwillinge. „Wir haben auf unser Bauchgefühl gehört“, erklären die Leobersdorferinnen. Die Koffer fürs Turnier in Coolangatta Beach waren schon gepackt, ehe sich die Polizeisportlerinnen vorm Weg zum Flugplatz am Freitag für eine Absage entschieden. „Im Nachhinein war‘s richtig so.“ Denn am Sonntag folgte das offizielle „Aus“ für das Turnier. Auch die letzten Mohikaner hat das Virus jetzt eingeholt.