Feuertaufe bestanden. Die Wurfscheiben-EM in Leobersdorf ist Geschichte. Organisator Josef Hahnenkamp zieht eine positive Bilanz.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 21. August 2018 (02:28)
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Lust auf mehr: Geht es nach Josef Hahnenkampf, soll die EM im Shootingpark Leobersdorf erst der Anfang in Sachen Großveranstaltung gewesen sein.

Sportlich gab es für die österreichischen Athleten bei der Wurfscheiben Europameisterschaft im Shootingpark Leobersdorf nichts zu holen. Die Medaillen gingen allesamt an andere Nationen. Zu holen gab es aber etwas anders – und zwar für den Veranstalter. Nämlich jede Menge Lob.

Die Aktiven aus 42 Nationen zeigten sich von der Anlage – welche in eineinhalb Jahren und um rund 1,5 Millionen Euro auf „Olympia-Niveau“ gebracht wurde – begeistert. „Die Sportler waren sehr zufrieden, damit sind auch wir glücklich“, so Shootingpark-Chef und Organisationschef Josef Hahnenkamp. Doch die moderne Anlage war „nur“ die Grundlage für das Wohlbefinden der Sportler, wie Hahnenkamp berichtet: „Es war eine Mammutaufgabe. Finanziell wäre das ohne Unterstützung von Bund, Land und Gemeinde Leobersdorf nicht zu stemmen gewesen. Und die Organisation der EM hätte ohne die vielen freiwilligen Helfer nicht so gut funktioniert. Dafür bedanke ich mich sehr herzlich.“

Auch hohen Besuch durfte Hahnenkamp im Zuge der zweiwöchigen Großveranstaltung begrüßen. So war etwa IOC-Mitglied Olegario Vazquez Raña, Präsident des Weltverbandes ISSF, zu Gast. Wladimir Lisin, Präsident des Europa-Verbandes, verbrachte überhaupt gleich zwei Wochen in Niederösterreich und war angetan.

Die EM soll jedenfalls erst der Anfang gewesen sein, wie Hahnenkamp beteuert: „Die EM soll keine einmalige Sache gewesen sein. Ich hoffe schon sehr, dass wir künftig auch mit der Ausrichtung von Weltcup-Veranstaltungen betraut werden.“ Auch auf die nächste EM soll nicht neuerlich 43 Jahre lang gewartet werden müssen.