Fontana bewirbt sich um den Ryder Cup. Absolute Weltelite könnte im Jahr 2022 in Oberwaltersdorf gastieren; zweiter heimischer Standort ist der GC Zillertal.

Von Bernhard Garaus. Erstellt am 01. Dezember 2014 (08:16)
Robert Fiegl, Heinz Schultz, Siegfried Wolf und Peter Enzinger (von links) hoffen auf den Zuschlaf für den Ryder Cup 2022. Foto: Gepa Pictures
NOEN, GEPA pictures/Christian Ort
Europa gegen die USA. Dieses Duell lockt Jahr für Jahr hunderte Millionen Zuschauer vor die Bildschirme – und die besten Golfer der beiden Kontinente auf den Platz. Und dieser soll – wenn es nach dem heimischen Golfverband geht – im Jahr 2022 in Österreich stehen.

Fontana gegen Kitzbühel: Entscheidung im Jänner

Erstmals bewirbt sich Österreich für die Austragung des Ryder Cup, der drittgrößten Sportveranstaltung der Welt. Heuer waren rund 250.000 Zuschauer bei der 40. Auflage des Kräftemessens in Gleneagles vor Ort.

Zwei Golfplätze sind in der engeren Auswahl für die Bewerbung, im Jänner folgt die Entscheidung. Neben dem GC Zillertal hat sich auch der Golfclub Fontana in Oberwaltersdorf als Austragungsort beworben.

Eigentümer Siegfried Wolf erklärt die Beweggründe: „Der GC Fontana soll sich weiterentwickeln, Investitionen in Millionenhöhe sind geplant. Erklärtes Ziel ist die Festigung und der Ausbau seiner Position im internationalen Vergleich.“

Die Bewerbung für den Ryder Cup sei daher die logische Konsequenz und werde „die Reputation und die Attraktivität weiter steigern“.

„Beide Bewerber sind stark und professionell aufgestellt
und wären würdige Repräsentanten.“
Golfverbands-Präsident Peter Enzinger.

Punkten will man in Oberwaltersdorf mit der Nähe zu Wien und der damit verbundenen perfekten Infrastruktur sowie dem stilvollen Platz, der 1995 vom kanadischen Architekten Doug Carrick mit Hilfe von Barry Britton designt wurde und zu den spektakulärsten 18 Loch-Kursen Europas zählt. Wolf ist überzeugt: „Mit unseren schönen Anlagen in Österreich brauchen wir uns absolut nicht zu verstecken.“

ÖGV-Präsident Peter Enzinger streut beiden heimischen Bewerbern Rosen: „Beide ind stark und professionell aufgestellt und wären würdige Repräsentanten. Die Chance, diesen Event nach Österreich zu holen ist einmalig und würde unserem Land und dem heimischen Golfsport ungeahnte Möglichkeiten bringen.“

Neben Österreich gibt es noch fünf weitere Nationen, die den Ryder Cup im Jahr 2022 austragen wollen: Deutschland, Italien, Portugal, Spanien und die Türkei. Die Entscheidung fällt im Herbst 2015.


Zum Thema:

  • Der Ryder Cup: Im Jahr 1927 wurde dieser als Wettstreit zwischen der USA und Großbritanien ins Leben gerufen. Seit 1979 tritt keine britische, sondern eine europäische Auswahl zu dem Mannschafts-Duell an. Namensgeber war Samuel Ryder, der mit dem Golfer Walger Hagen auf die Idee des Wettstreits kam und die Trophäe spendete. Der Ryder Cup wird alle zwei Jahre ausgetragen und fand bisher 40 Mal statt. Im Jahr 2011 wurde nach den Anschlägen vom 11. September ausgesetzt, seither wird das Event an geraden Jahren gespielt.

  • Die Bilanz: Das Team USA führt klar mit 25:13 Siegen bei zwei Unentschieden. In den letzten zehn Duellen setzte sich Europa allerdings achtmal durch, wie auch 2014 in Gleneagles. Rekordspieler beim Ryder Cup ist der Engländer Nick Faldo mit elf Einsätzen.

  • Die nächsten Austragungsorte:

    • 2016: Hazeltine National Golf Club (Chaska, Minesota, USA).

    • 2018: Le Golf National, Albatros Course (Saint-Quenten-en Yvelines, Frankreich).

    • 2020: Whistiling Straits Course, (Haven Wisconsin, USA).

    • <strong>www.golf.at</strong>

NÖN.at hatte zum Thema berichtet: