Grande Finale in Baden. Das 22. Sattelderby, der Badener Zukunftspreis für Zweijährige, ein Internationales „Frei für alle“, die Verlosung eines neuen Kia Rio und 130 weiterer Preise und lockte eine imposante Zuschauerkulisse auf die Badener Traditionsrennbahn.

Von Clemens Kuzminski. Erstellt am 28. September 2020 (07:10)
Siegerpose. Adonis CG und die deutsche Trabreit-Championesse Ronja Walter gewannen das 22. Sattelderby in 1:17,6 Minuten überlegen mit sechs Längen Vorsprung.
BTV

Nur selten werden in Österreich die Traber geritten, auch da gibt es einige Spezialisten (sowohl was die Aktiven, als auch die Pferde betrifft), eine ganz besondere Spezialistin ist die deutsche Sattelchampionesse Ronja Walter, deren Adonis CG auch favorisiert wurde. Nach zwei Fehlstarts galt es das dritte „Ab“: Just like Heaven mit der erfahrenen Alexandra Sandner bemächtigte sich gleich der Führung, Angriffe von Odessas Boy mit Emma Jahrisch und Ami du Pressoir mit Sabrina Bruckner, der einsprang , verpufften, auf der Gegenseite zeigte der pönalisierte Favorit Adonis CG mit seiner Reiterin Ronja Walter einen imposanten Vorstoß und errang wenig später die Führung, die die deutsche Sattelqueen bis zum Ziel immer mehr ausbauen konnte.

Im Einlauf kam der einzige Mann im Feld, Martin Hinterholzer, mit seinem Avatar Vet zum Ehrenplatz vor Just like Heaven. Im Siegerinterview sagte Walter, dass sie nach dem Verursachen eines Fehlstartes beim gültigen Start besonders vorsichtig begonnen hat, aber ihr Pferd den Rückstand relativ leicht mit einem Vorstoß wettmachen konnte. Danach fungierte die Deutsche auch gleich als „Glücksengerl“ für die Verlosung des vom Autohaus Aigner&Hauke aus Berndorf zur Verfügung gestellten Kia Rio.

Shining Star strahlte als Sieger

Nur drei Pferde waren im traditionellen Badener Zukunftspreis, dem einzigen zweijährigen Rennen der Saison (mit der Dotation von 5.000 Euro), am Start. Shining Star mit Hubert Brandstätter nahm gleich die Spitze, Joana mit Christoph Fischer sprang beim Angriff ein, konnte aber pariert werden, durch den Rückstand war aber nur mehr der dritte Platz hinter Gerhard Mayrs Melody’s Best Way möglich. Dem Hengst Shining Star aus dem Großstall Amanda des AROC-Präsidenten Reinhard Westermayr und seiner Gattin Tatjana wird von Traberexperten eine große Zukunft vorausgesagt.

Muscle Boy ließ die Muskeln spielen

Hochspannend garantierte das 2.100 Meter-Rennen „Frei für alle“, in dem sich acht der gewinnreichsten Pferde versammelten. Nach dem Start tobte ein Kampf um die Spitze zwischen Conny Mayr mit Vrai Lord und dem Inlandsrekordhalter Othello Victory (1:10,7 Minuten) mit Thomas Pribil, bei dem sich Letzterer durchsetzte und ein schnelles Tempo anschlug. Bereits auf der Gegenseite erschien Lord Brodde mit Christoph Fischer außen, konnte den Führenden aber nicht verdrängen. Erst vor dem letzten Bogen marschierte Muscle Boy As aus dem Stall Antonshof mit Gerhard Mayr unwiderstehlich nach vorne, drei Pferde kämpften um den Sieg, aber schließlich kamen im Einlauf noch der gewinnreichste Teilnehmer King oft he World (Harald Sykora) und Jagaro Mo mit Mario Zanderigo angeflogen, während Othello Victory zurückfiel. Nach dem Rennen gab Champion Gerhard Mayr zu, dass Muscle Boy As eigentlich größere Bahnen bevorzugt, aber dank eines ganz speziellen Sulkys kam er diesmal auch in Baden gut um die Kurven.

In einem Privatrennen der ehemaligen Lehrlinge und Berufsfahrer zeigte Rosi Jungreithmayr, dass sie durch die lange Pause nichts verlernt hat und gewann mit Royal Crown Venus dank eines tollen Finishes.
Erfolgreichster Aktiver war wieder einmal der ewige Champion Gerhard Mayr mit drei Fahrersiegen. 

Ergebnisse

1. Rennen: Power of Rythm mit Christoph Fischer in 1.17,8 vor Dominator Venus und Kiwi Superstar

2. Rennen(Doppelsitzer): Amici P mit Karl Höbart in 1.22,6 vor Mr. Smith und Valerio Jet

3. Rennen: Shining Star mit Hubert Brandstätter in 1.19,6 vor Melody’s Best Way und Joana

4. Rennen: Lady Lucie mit Gerhard Mayr in 1.15,7 vor Divine Design und Jumbo Jet

5. Rennen: Rebell Venus mit Nadja Reisenbauer in 1.19,7 vor Joyride Venus und Tosca Queen

6. Rennen: Royal Crown Venus mit Rosa Jungreitmayr in 1.20,4 vor Xena Venus und Action Killer

7. Rennen: Miles mit Franz Konlechner in 1.18,0 vor Feel the Wind und Meilo Mo

8. Rennen: Muscle Boy As mit Gerhard Mayr in 1.15,7 vor King of the World und Jagaro Mo

9. Rennen: Dream Gill mit Walter Weinwurm in 1.19,0 vor Chippa Chups und Madness

10. Rennen: Adonis CG mit Ronja Walter in 1.17,6 vor Avatar Vet und Just like Heaven

11. Rennen: MS Hollywood mit Martin Redl in 1.18,2 vor Blind Date und MJ’s Lemoyne Fighter

12. Rennen: Powerful mit Gerhard Mayr in 1.20,3 vor Emy’s Triomphe und Elegance