Bad Vöslau führt Leoben vor. Gegen den punktegleichen Tabellennachbarn gaben die Jags über weite Phasen den Ton an, gewannen trotz zwei kleiner Schwächephasen deutlich mit 30:24.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 07. Februar 2021 (08:44)

Die Bad Vöslau Jags scheinen endgültig im Kalenderjahr 2021 angekommen. Nach wackeligen Auftritten gegen die nominell schwächeren Ligakonkurrenten setzten die Thermalstädter, nach dem klaren Cupsieg über Atzgersdorf, gegen Leoben das nächste Ausrufezeichen. Eigentlich ließen die Jaguare nie einen Zweifel am Ausgang der Partie gegen den punktegleichen Tabellennachbarn.

Bad Vöslau nutzte in der Anfangsphase seine Chancen hochprozentig und konnte sich auf der Gegenseite wieder auf einen starken Mario Dubovecak zwischen den Pfosten verlassen. 11:7 führten die Heimischen bereits, ehe plötzlich der Faden im Spiel riss. In neun Spielminuten gelang den Hausherren nur noch ein Treffer. Leoben drehte das Match, wusste wohl wahrscheinlich selbst nicht, warum sie auf einmal 13:12 führten.

Bad Vöslau überrollt die Gäste

So schnell der Faden riss, war er auch wieder gefunden. Denn die letzten dreieinhalb Minuten in Durchgang eins performten die Bad Vöslauer wieder bärenstark, gingen somit doch noch mit einer 15:13-Führung in die Pause. Und holten kurz vor Schluss sogar zwei Zwei Minuten-Strafen heraus. Philip Schuster und Co. starteten die zweite Halbzeit also mit einer doppelten Überzahl. Daraus machten die Jags allerdings nichts, Leoben verkürzte gar auf 15:14. Aufgehoben ist nicht aufgeschoben. In weiterer Folge lief bei den Gästen gar nichts mehr zusammen. Die Jags-Deckung rund um Michael Stanic ließ kaum Würfe der gefährlichen Leobener Rückraumspieler - allen voran Ex-Teamspieler Vytautas Ziura - zu. Bad Vöslau zog Tor um Tor davon, zwischenzeitlich sogar auf 25:18.

Nervenflattern von kurzer Dauer

In den letzten zehn Minuten bekamen die Jags nochmals Nervenflattern, fingen sich drei schnelle Gegenstoßtore. Wirklich eng wurde es nicht mehr, weil Daniel Forsthuber und Fabian Schartel die Bad Vöslauer Chancen in der Schlussphase konsequent nutzten. Bad Vöslau siegt mit 30:24. Neben Tormann Dubovecak waren Fabian Schartel, Augustas Strazdas (jeweils 7 Tore) und Kreisläufer Forsthuber (6) die Matchwinner an diesem Abend. Der immer noch verletzte Rückraumspieler Raphael Muck war als Motivator auf der Bank dabei und resümiert nach dem Erfolg: "Der Matchplan ist aufgegangen, wir haben in der Deckung phänomenal gearbeitet und den routinierten Gästen die Schneid abgekauft. Gratulation an das gesamte Team."

Bad Vöslau klopft jetzt oben an

Mit dem Erfolg ziehen die Jags auch nach Verlustpunkten an den Leoebnern vorbei und sind nun Dritter. Der Weg in die obere Zwischenrunde (Top Fünf) scheint geebnet, immerhin beträgt das Guthaben auf die (nach Verlustpunkten) Sechstplatzierten Sankt Pöltner vier Zähler. Der Sieg gegen Leoben war übrigens der erste gegen eine andere Mannschaft aus den Top Vier. Die Hinspiele gegen Leoben, Hollabrunn und Bruck/Trofaiach gingen allesamt verloren. Die Chance zur nächsten Revanche bietet sich am kommenden Sonntag gegen Titelfavorit und Tabellenführer Hollabrunn. Mit dem sechsten Sieg im siebenten Spiel 2021 können die Thermalstädter mit dem UHC punktemäßig gleichziehen.