Deckung als Trumpf der Vöslauer Jags. Vor dem Viertelfinal-Duell gegen Korneuburg sprach die NÖN mit Jags-Abwehrchef Michael Stanic: „Liebe es, zu verteidigen!“

Von Dominik Schneidhofer. Erstellt am 05. Mai 2021 (01:55)
Malcom Zottl

Im Grunddurchgang und der Bonusrunde haben die Bad Vöslau Jags die wenigsten Gegentore bekommen. Vor allem ein Verdienst von Abwehrchef Michael Stanic. „Wir haben hart in der Deckung gearbeitet, arbeiten bei jedem Training daran“, sieht sich Stanic für die viel investierte Zeit belohnt. So wenig Gegentreffer wie möglich würde sich Stanic auch am heutigen Mittwoch gegen Korneuburg wünschen. Da steht das Viertelfinal-Heimspiel an. Der 21-Jährige ist sich bewusst, dass es im NÖ-Derby ein hartes Duell werden wird.

„Korneuburg war immer ein offener Gegner. Einmal war der eine besser, dann der andere. Es wird ein Match auf Augenhöhe werden“, prophezeit Stanic. Der wünscht sich vor allem, dass er und seine Mitspieler einen kühlen Kopf bewahren. Denn in den vier Spielen zuvor gab es zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. „Wir haben oft gut begonnen. Nur am Schluss haben es zuletzt Atzgersdorf und Leoben routinierter gespielt als wir“, spricht er das junge Jags-Team an. 

„Wenn ich einen Mitspieler sehe, der frei steht, spiele ich lieber zu ihm anstatt zu werfen.“ Michael Stanic konzentriert sich lieber auf die Defensive als Treffer zu erzielen

Damit wieder ein Sieg gelingt, wird Stanic versuchen, die Mitte so gut wie möglich dichtzumachen. Genau dort ortet er nämlich die große Stärke der Korneuburger. „Da müssen wir sehr kompakt sein. Über die Außenspieler sind sie nicht so gefährlich“, analysiert Stanic. Dass er bisher erst 13 Saisontreffer erzielt hat, stört Stanic überhaupt nicht – ganz im Gegenteil. „Ich liebe es, zu verteidigen. Mein Highlight ist die Deckung. Wenn ich einen Mitspieler sehe der frei steht, spiele ich lieber zu ihm, anstatt zu werfen.“

Ohnehin wünscht sich Stanic ein Weiterkommen in den Finalspielen. Auch weil dann wieder Fans zuschauen könnten. „Die fehlen uns eindeutig, aber wenn wir weiterkommen, werden sicher viele kommen!“ Dazu muss aber zuerst Korneuburg geschlagen werden. Mit einem guten Resultat wollen die Jags für gute Voraussetzungen für das Rückspiel am Samstag in Korneuburg sorgen.