Graz für Jags eine Nummer zu groß. Im ÖHB-Cup mussten sich die Bad Vöslauer Erstligist Graz geschlagenen geben. Die Jags konnten nur in den ersten 40 Minute mithalten.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 03. März 2021 (12:15)

Ein Cup-Achtelfinale gegen einen Erstligisten, das war ein Highlight-Spiel für die Bad Vöslauer. Immerhin machen die Jags kein Geheimnis daraus, zeitnah in die Top-Liga aufsteigen zu wollen. Das Match gegen das Erstliga-Schlusslicht aus Graz war gewissermaßen eine Art Standortbestimmung. Das Resümee: Es war phasenweise ein Klassenunterschied erkennbar. Graz musste eine Zeit lang zittern, zieht am Ende aber doch ohne Krimi bis zur letzten Minute in das Viertelfinale ein.

Hin und Her vor der Pause

Zunächst lief das Match aber ausgeglichen. Doch nach wenigen Minuten versteiften sich die Hausherren auf das Spiel im Rückraum. Da gab es gegen die gut gestaffelte Deckung der Grazer kein Durchkommen. Die Bad Vöslauer Flügel waren in dieser Phase ebenfalls nicht gut ins Spiel eingebunden, so dass die Steirer nach einer Viertelstunde mit 10:6 führten. Eine Auszeit der Jags sollte das Match dann aber komplett drehen. Schlussmann Mario Dubovecak mutierte zur unüberwindbaren Hürde und vorne nutzten Augustas Strazdas und Kollegen ihre Möglichkeiten hochprozentig - 12:10. Danach wurde das Match aufgrund einiger Zwei Minuten-Strafen zerfahrener. Die Grazer überbrückten die Minuten bis zur Pause aber deutlich besser. Mit einem 5:1-Lauf ging es in die Pause. Graz-Keeper Leon Bergmann stellte sich besser auf die Würfe der Hausherren ein, hielt gegen Daniel Forsthuber einen Siebenmeter inklusive Nachwurf.

Graz in Schlussphase kaltschnäuzig

Nach dem Seitenwechsel kämpften sich die Bad Vöslauer aber wieder heran, schafften den Ausgleich zum 18:18. Danach hielten die Grazer den Druck hoch, die Deckung inklusive Tormann Dubovecak schafften kaum noch Stopps, während sich die Bad Vöslauer in der Offensive zusehend schwertaten. Sechs Minuten ohne Tor brachten die Thermalstädter mit 22:26 in Rückstand. Als sich die Hausherren wieder anfangen hatte, kam noch Pech mit einigen Stangentreffern dazu. Eine dritte Aufholjagd in dieser Partie gelang deshalb nicht. spusu Liga-Schlusslicht Graz setzte sich daher am Ende mit 30:26 durch. 

Stimmen zum Spiel

Bad Vöslau-Kapitän Fabian Schartel: "Natürlich sind wir enttäuscht, aber wir haben gekämpft und am Ende haben Kleinigkeiten gefehlt, die über Sieg, beziehungsweise Niederlage entschieden haben. Wir hatten durchaus unsere Möglichkeiten und das zeigt unser Potenzial.“

Bad Vöslau-Routinier Augustas Strazdas: "Wenn wir gegen eine Mannschaft der 1.Liga gewinnen wollen, muss alles passen und das war heute schlichtweg nicht der Fall. Fehler werden auf diesem Niveau beinhart bestraft, aber daraus werden wir lernen und mit dieser Erfahrung gehen wir voll Zuversicht in die nächsten wichtigen Spiele.“