Posch wird ein Jaguar

Erstellt am 09. März 2022 | 02:47
Lesezeit: 3 Min
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Foto: AFP/Vladimir Simicek
Krems-Kreisläufer Fabian Posch (34) spielt ab der kommenden Saison für Bad Vöslau. Die Familie spielte beim Transfer eine wichtige Rolle.
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Mitten im Abstiegskampf landet Bad Vöslau einen absoluten Transferkracher für die kommende Saison. Nichts Alltägliches, aber im Falle von Fabian Posch macht der Transfer auf alle Fälle Sinn. Der Krems-Routinier wurde vor wenigen Wochen erstmals Papa. Die Fahrtwege aus Tribuswinkel in die Thermenhalle sind um einiges kürzer als in die Wachau. „Ich habe zuletzt schon gemerkt, dass mir die Fahrten zum Training deutlich schwerer gefallen sind als früher.“ Vöslaus Sportchef Thomas Schartel freut sich natürlich über seinen Transfercoup: „Er ist einfach immer noch richtig gut und glaubt an unsere Idee.“

„Er ist einfach immer noch richtig gut und glaubt an unsere Idee.“

Dabei sah es im Dezember noch so aus, als würde der Kreisläufer zumindest eine weitere Saison beim UHK auflaufen. Doch die Verhandlungen gerieten ins Stocken – zuerst die Euro, dann ein positiver Corona-Test. Zirka zu dieser Zeit meldeten sich die Jags beim Kreisläufer. Schon vor einem Jahr gab es erstmals Kontakt, damals war rasch klar, dass Posch in Krems bleibt. Nun war die Ausgangslage aber eine andere: „Es macht vom familiären Standpunkt her einfach den meisten Sinn.“

„Die Mannschaft ist sehr jung. Ich bin 34 und damit um sieben, acht Jahre älter, als ihr erfahrenster Spieler.“
Fabian Posch sieht bei den Jags viel Talent

Auch sportlich und wirtschaftlich passte das Vöslauer Angebot in Poschs Konzept: „Die Mannschaft ist sehr jung. Ich bin 34 und damit um sieben, acht Jahre älter, als ihr erfahrenster Spieler. Man merkt einfach, dass es ihnen noch etwas an Körperlichkeit und Routine fehlt. Da will ich als einer, der schon ein bisschen etwas miterlebt hat, etwas mitgeben. Zum Beispiel: Sandro Jankovic ist sehr talentiert, aber er hat auch noch die ein oder andere Baustelle. Ich hoffe, dass ich ihm zwei, drei Sachen mitgeben kann.“

Zuerst einmal gilt es aber nach sechs Jahren Krems einen würdigen Abschluss in Rot-Gelb zu feiern. „Der Verein liegt mir unheimlich am Herzen. Ich weiß nicht, was passieren hätte müssen, um dort nicht im Guten zu gehen – Trainer Ibish Thaqi und Sportchef Faxe Lint kenne ich jetzt schon seit über zehn Jahren.“

Posch war neben Jakob Jochmann (Karriereende im Sommer) die prägende Figur dieser Kremser Generation: „Schon wie Jakob sein Karriereende verkündet hat, haben wir beschlossen, dass wir noch einen Pokal holen. Das wäre der perfekte Abschluss“, Chancen gibt‘s in Cup und Meisterschaft, oder auf ein Double wie 2019.