Vöslauer HC: Viel junges Blut für die neue Saison. Der Vöslauer HC überlässt die Favoritenrolle in der Bundesliga anderen Teams, setzt auf die eigene Jugend.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 29. August 2017 (05:00)
Vöslauer HC
Rados Pesic, Augustas Strazdas, Daniel Forsthuber, Stribor Stojanovic, Michael Stanic, Julian Klettenhofer, Jan Schendlinger (hinten l.), Lukas Kohlmaier, Raphael Muck, Georg Mayr-Pranzeneder, Fabian Schartel, Benjamin Hirt, Philip Schuster, Trainer Gilbert Strecker (mitte l.), Mario Dubovecak, Bernhard Tscherne, Florian Maier (hockend v.l.).

Die Handball-Bundesliga-Saison 2017/2018 steht vor der Tür – und beim Vöslauer Handballclub hat sich im Vergleich zum Vorjahr einiges getan.

Nicht weniger als sechs Spieler gaben die Thermalstädter ab – darunter den langjährigen Kapitän Oliver Schmidt. Der Weg der Vöslauer ist klar: Junge Spieler aus den eigenen Reihen sollen mehr und mehr eine Plattform für eine gute Entwicklung bekommen. Der geplante Umbruch fand nun etwas schneller statt, Spieler wie Julian Klettenhofer oder Lukas Kohlmaier sollen schon in der kommenden Saison „neue Rollen“ bekommen.

Die Favoritenrolle überlässt man da gerne anderen Teams. „Die Favoriten kommen aus der Steiermark mit Leoben und Bärnbach, sowie Hollabrunn. Alle drei Mannschaften haben sich hervorragend individuell mit Legionären und HLA-Spielern verstärkt. Wir gehen lieber den Weg der Entwicklung von jungen Eigenbauspielern“, so Sportlicher Leiter Gilbert Strecker.

Platz im oberen Play-off für Strecker realistisch

Dennoch ist das Ziel nicht zu niedrig gesteckt. Strecker: „Wir kämpfen um einen der beiden Plätze hinter den Favoriten im oberen Play-off, das ist realistisch.“

Neben den Abgängen haben die Thermalstädter aber auch Verstärkung an Bord geholt. So wurde für den Aufbau etwa der 20-Jährige Linzer Georg Mayr-Pranzeder verpflichtet. Auch für die Routine in der Mannschaft wurde etwas getan: Mit Mario Dubovecak konnte ein erfahrener Mann für die Tormann-Position gewonnen werden.

Die Vorbereitung verlief jedenfalls vielversprechend, der letzte Test gegen Atzgersdorf konnte klar mit 30:22 gewonnen werden. „Wir wollen auf die Art weitermachen, wie wir im Play-off der Saison 2016/2017“, meint Strecker. Da beendeten die Vöslauer HC das untere Play-off an erster Stelle. Eine ehrenvolle Aufgabe hat fortan auch Vöslau-Obmann Peter Gauss inne: Er ist neuer Präsident der Bundesliga.