Hintergrund. SC Weissenbach / Baris Özülkü rechnet bereits mit dem erzwungenen Abgang aus Weissenbach. Der Vorstand hält sich hingegen alles offen.

Von Markus Rubanovits. Erstellt am 01. Juni 2015 (08:39)
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Weissenbach-Trainer Baris Özülkü wurde im Winter als Feuerwehrmann geholt und sollte die Weissenbacher im Grunde vom Abstieg bewahren. Dass dies so gut funktionierte, erwarteten sich nur die wenigsten. Nach einer durchaus erfolgreichen Saison rangiert man zur Zeit auf Platz fünf.

Trotzdem scheint sich in Weissenbach etwas zusammenzubrauen: Der Posten von Özülkü dürfte wackeln. „Der Verein hat entschieden, dass man mit mir nicht mehr weitermachen will. Man hat so etwas wie ein Zweijahresprojekt geplant, bei dem man in die Gebietsliga aufsteigen möchte und einige neue Spieler holen will“, verrät Özülkü. Warum in diesem Projekt für den durchaus erfolgreichen Özülkü kein Platz ist, kann auch der Noch-Weissenbach-Coach nicht so recht nachvollziehen.

Özülkü betrübt: „Es ist sehr schade um die Mannschaft. Auch weil wir eigentlich recht erfolgreich gewesen sind. Mit Ergänzungen könnte man sicher wieder oben mitspielen. Aber der Verein entscheidet.“ Vorstandsvorsitzender Karl Stockreiter will von Fixierungen noch nichts wissen: „Wir haben so ein Projekt in Planung, es ist jedoch noch nicht spruchreif. Ich kann auch nicht fix sagen, ob Özülkü in der nächsten Saison Trainer sein wird oder nicht. Möglicherweise kann er auch eine andere Funktion bekleiden. Das steht alles noch in den Sternen.“ Es scheint also etwas im Busch zu sein, konkret werden möchte der Verein aber nicht.

„Wir haben ein Projekt in Planung. Es ist aber noch nichts spruchreif.“ Weissenbachs Vorstandsvorsitzender Karl Stockreiter gibt sich bezüglich Zukunftspläne kryptisch.

Laut Özülkü sei aber auch schon ein Nachfolger für sein Amt gefunden. Kurt Hoffer, der erst im Winter bei Weissenbach den Hut genommen hatte und derzeit die Damen von Altenmarkt betreut. Özülkü selbst würde einen Abschied jedenfalls bedauern. Um Angebote zu sondieren, gab es noch keine Zeit.


  • Baris Özülkü übernahm den SC Weissenbach erst im Winter. Die Mission war klar: Klassenerhalt. Diese Aufgabe meisterten Özülkü und sein Team bravourös.
  • Auf Abschied stehen die Zeichen schon ein halbes Jahr später. Eine Umstrukturierung scheint im Gange. Der Verein will in die Gebietsliga aufsteigen. Ob Özülkü dabei eine Rolle spielen wird, ist mehr als fraglich. Vorstandsvorsitzender Karl Stockreiter wollte diesbezüglich noch nichts verraten: „Die Umstrukturierung ist noch nicht spruchreif und auch der Abschied von Özülkü ist nicht gewiss.“
  • Neuer alter Trainer soll Özülküs Vorgänger, Kurt Hoffer werden. Auch hier gibt sich der Vorstand noch bedeckt.