„Plötzlich habe ich ein Krachen gehört“. Marcel Ott erlitt bei der WM in Russland einen Bänderriss im Knie, eine Operation ist laut Spezialisten nicht notwendig.

Erstellt am 08. September 2014 (07:47)
Schmerz lass nach. Marcel Ott (r.) musste gegen den Polen Lukasz Blach aufgeben. Foto: APA/EPA/Maxim Shipenkov
NOEN, APA/EPA/MAXIM SHIPENKOV

Nichts wurde es mit dem erhofften Spitzenplatz bei der Weltmeisterschaft in Russland für Marcel Ott von den Volksbank Galaxy Judotigers aus Perchtoldsdorf. Er musste alle seine Hoffnungen in der zweiten Runde des Bewerbes bis 81 Kilo begraben. Denn nach seinem Auftaktsieg über den Letten Konstantinis Ovchinnikovs musste „Otti“ gegen den Polen Lukasz Blach aufgeben.

Bitter: Sechs Wochen Pause für den Perchtoldsdorfer

Der Pole fasste nach einer Minute eine Verwarnung aus und wurde kurz darauf mit einem Schulterwurf von der Matte geholt, Ott ging mit einer Yukowertung in Führung. Doch der Wurf hatte schwere Folgen, der Perchtoldsdorfer verletzte sich am linken Knie. „Es ist einfach nicht mehr gegangen“, sagt der 24-Jährige, „plötzlich habe ich ein Krachen gehört.“

Die Diagnose: Teilabriss des Innenbandes, der Meniskus hat etwas abbekommen und das Kreuzband ist leicht eingerissen. Keine Operation, aber sechs Wochen Pause für den Perchtoldsdorfer. Ein herber Rückschlag für den Top-Judoka, der bei der WM wichtige Punkte für die Olympia-Qualifikation sammeln wollte.

Ein Bezirks-Judoka holte dennoch Edelmetall

Bundestrainer Marko Spittka fühlt mit Ott mit: Man sieht ja bei ihm, dass die Leistungskurve nach oben geht. Bei den meisten ist es nur eine Frage der Erfahrung.“

Der Trainer bedankt sich außerdem beim IMSB und den Heimtrainern für die Zusammenarbeit bei der WM-Vorbereitung.

Eine WM-Medaille gab es dennoch für die Bezirks-Judoka. Der deutsche Karl Frey, der für die Wiener Neudorfer Shiaido-Judoka in der Bundesliga im Einsatz ist, holte sich Bronze beim Bewerb bis 100 Kilo. Seine Vereinskollegen gratulierten ihm zu diesem Erfolg recht herzlich.