Schwere Zeit für Badener Kämpfer. Samet Agusi übernahm im Jänner als Obmann bei Taekwondo Baden. Durch Corona ist sein Verein mit starken Einschränkungen und sinken Mitgliederzahlen konfrontiert.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 20. Mai 2020 (02:02)
Am Montag hielten Badens Kampfsportler die erste gemeinsame Trainingseinheit ab. Hier Obmann Samet Agusi mit seinen Sportlern beim Judo/Jiu Jitsu-Training. Bis zum klassischen Kampftraining wird es noch dauern.
privat

Mit Jänner 2020 fand in Baden ein Generationswechsel statt. Funktionärslegende Hans Mühlagssner übergab an Nachfolger Samet Agusi. Etwas mehr als zwei Monate war der Neo-Obmann im Amt, als die Corona-Pandemie die Taekwondo-, Kickbox-, Judo- und Jiu Jitsu-Kämpfer Badens vor eine schwere Aufgabe stellte. „Das hat natürlich keiner vorhersehen können“, weiß Agusi: „Auch hätte ich können, hätte ich den Verein übernommen. Schwierigkeiten gehören dazu.“

Mitglieder sind schon weniger geworden

Nach dem abrupten Trainingsstopp Mitte März gab es für die Vereinsmitglieder Onlinetrainings. Diverse Trainingsvideos wurden verschickt, über WhatsApp, Mail und Telefon wurde Kontakt zu den Mitgliedern gehalten. Jetzt zwei Monate später ist Licht am Ende des Corona-Tunnels. Outdoor-Training ist bereits möglich. Am Montag starteten Badens Kampfsportler mit dem Grundtechnik-Training. „Ohne Körperkontakt natürlich“, berichtet Agusi. Ende Mai gibt es sogar die Aussicht, auf ein Hallentraining mit einigen Auflagen versteht sich. Wann wieder ein geregelter Trainings- und Wettkampf-Betrieb möglich ist, steht noch in den Sternen.

„Die Befürchtung ist natürlich da, dass sehr viele nicht mehr zurückkommen. Einige Abmeldungen hat es schon gegeben und es werden sicher noch einige folgen“, seufzt Agusi. Das ziehe weitere Probleme nach sich. Wenn der Betrieb wieder langsam anläuft, fallen auch wieder Zahlungen an. Dem Verein fehlen dann durch abgemeldete Sportler wichtige Mitgliedsbeiträge. „Aber auch hierfür werden wir eine Lösung finden“, ist Agusi überzeugt, der auch in dieser schwierigen Phase Optimist bleibt: „In den letzten 22 Jahren, so lange bin ich dabei, hatten wir auch Höhen und Tiefen – vielleicht nicht in dem Ausmaß, aber wir werden das Beste daraus machen.“