Mayr-Power am letzten Renntag

Gerhard Mayr drückte dem Saisonabschluss in Baden seinen Stempel auf. Power Conway siegte beim Zukunftspreis der Zweijährigen.

Malcolm Zottl
Malcolm Zottl Erstellt am 20. September 2021 | 07:10
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Power Conway präsentierte sich in Baden als größte Zukunftshoffnung.
Foto: Edi Risavy

Selbst kühles Herbstwetter konnte angesichts der Mega-Tombola die Besuchermassen nicht von der Badener Rennbahn abhalten. Der letzte Renntag der Badener Saison am 19. September stand ganz im Zeichen der Familie Mayr aus Maishofen im Pinzgau: Champion Gerhard Mayr gewann nicht weniger als fünf Rennen, darunter das Hauptrennen, den Badener Zukunftspreis mit dem von seiner Frau Eva gezüchteten Power Conway (die Zuchtprodukte der Familie Mayr tragen als ersten Namen die Bezeichnung „Power“), der auch im Familienbesitz steht und Enkelin Steffi gewann überdies das Rennen der Minitraber.

Im Einlauf Spieß umgedreht

Über 1.600 Meter versammelten sich sieben talentierte österreichische Jungtraber hinter dem Startauto: Die schnelle Beginnerin In A Gadda Da Vida (Georg Gruber) sicherte sich die Spitze, während Angel Face (Hubert Brandstätter) und Agip (Manfred Strebel) einsprangen. Gerhard Mayr griff mit seinem Power Conway auf der Gegenseite an und rang im Einlauf die führende A Gadda Da Vida nieder. Mon Bijou RS mit dem Badener Zuchtrennspezialisten Franz Konlechner belegte den dritten Platz.

Sjunesson schlägt endlich zu

Unten der vier höher dotierten PMU-Rennen gegen Ende des Renntages stach ein Meilenrennen „Frei für alle“ hervor: Juliano Mo (Mario Zanderigo) bemächtigte sich der Führung und wurde zunächst von DJ D’Urfist mit dem schwedischen (nicht dänischen) Spitzenfahrer Jörgen Sjunesson begleitet, aber bald abgelöst. Thomas Royer erschien mit dem frischen Sieger Stravinskij Bigi dahinter und griff im Schlussbogen vehement an. Sjunesson brachte seinen Crack vorsichtig um die Kurve, sodass Stravinskij Bigi kurz den Kopf in Front streckte, aber im Einlauf erkämpfte sich DJ D´Urfist unter dem skandinavischen Top-Catchdriver die Führung zurück und bescherte seinem Fahrer bei seinem Zweiten Renntag in Baden den ersten vollen Erfolg.

Kyza Deux Skree überrascht

Im ersten PMU-Rennen über 2.600 Meter mit Bänderstart konnte der aus Tschechien angereiste Gast Kyza Deux Skree seine gute Startnummer zwei für die Führung nutzen, nachdem Hubert Brandstätters Magic Paradis mit Startnummer eins eingesprungen war. Trotz Angriffen von Gerhard Mayr mit Power BMG verteidigte der tschechische Fahrer David Dobrovolny die Führung bis ins Ziel und bescherte der tschechischen Besitzergemeinschaft Stall Roddenberry einen nicht ganz erwarteten Sieg.

Auszeichnung für Oscarello

Mario Zanderigo, ebenfalls aus dem Pinzgau, konnte seinen Sieg in der Badener Berufsfahrermeisterschaft vom Vorjahr wiederholen, der Aufsteiger des Jahre, Oscarello, der sich innerhalb der Badener Saison von der Sieglosengarnitur bis in die Jahrgangsspitze hochgearbeitet hatte, wurde Pferd des Badener Trabersommers 2021. Den Hauptpreis der Tombola, ein nagelneuer Kia Rio des Autohauses Aigner & Hauke aus Berndorf, gewann übrigens Georg Gruber aus der Schwanenstädter Traberdynastie Gruber. Jetzt müssen die Fans von „Traben hautnah“ bis in den Frühsommer 2022 warten, bis es wieder in Baden heißt „Teilnehmer ab“.

Ergebnisse

1. Rennen: Zelistrohilla mit Gerhard Mayr in 1:17,6 Minuten vor Pennywise und Lady Dyanne

2. Rennen: Feel the Wind mit Michael Holly in 1:19,7 vor Kurt Cobain und Esther Mo

3. Rennen: Impensable mit Johann Preining junior in 1:18,4 vor Santiano Viking und Musica Venus

4. Rennen: Il Capo dei Capi mit Gerhard Mayr in 1:16,4 vor Blue Solitaire und Nadi Venus

5. Rennen: Power Conway mit Gerhard Mayr in 1:18,6 vor In A Gadda Da Vida und Mon Bijou RS

6. Rennen: Dancing Star Venus mit Christoph Fischer in 1:20,4 vor Power Madelda und Aufunddavon

7. Rennen: Contessa Venus mit Nadja Reisenbauer in :.17,6 vor Sherlock und Jumbo Jet

8. Rennen: Kyza Deux Skree mit David Dobrovolny in 1;18,3 vor Power BMG und Hulk Venus

9. Rennen: Kronos Vivienne mit Gerhard Mayr in 1:17,7 vor Divine Design und Hardtocatch ST

10. Rennen: DJ D’Urfist mit Jörgen Sjunesson in 1:15,3 vor Stravinskij Bigi und Juliano Mo

11. Rennen: Aaron(CZ) mit Hubert Brandstätter in 1:14,7 (Tagesbestzeit) vor Iron Beuckenswijk und Bitter Lemon

12. Rennen: Patron Viking mit Gerhard Mayr in 1:14,8 vor Lido und Ella F