Neue Regeln für die Kids. NACHWUCHSFUSSBALL / Weniger Tabellen, mehr Spaß für die jungen Kicker: Geht dieses neue Patentrezept des Verbandes auf?

Erstellt am 08. August 2011 (00:00)

VON WOLFGANG WALLNER

Der Kinderfußball soll den Kindern gehören unter diesem Motto drehte der NÖ-Fußballverband mal wieder an der Regelschraube. Tabellen und Meisterehren gehören jetzt auch im Unter 10-Bereich der Vergangenheit an. Für einige Jugendtrainer der falsche Weg durchaus sinnvoll allerdings aus Sicht von Badens Jugendgruppenchef Ernest Patry. Wer schon bis jetzt sinn- und planvoll gearbeitet hat, den wirds nicht stören, wenn es keine Tabellen mehr gibt.

Unter 10 ohne Tabellen: Auch wenn die punktelose Meisterschaft für Diskussionen sorgt, sieht Patry die Neuerung grundsätzlich positiv: Den Kindern gehts ums Spielen, also ists kontraproduktiv sie aus falschem Ehrgeiz auf der Bank versauern zu lassen. Denn so würden Kids dem Fußball verloren gehen. Allerdings, hofft Patry, sollte nun Schluss sein mit der Abschaffung der Tabellen: Ab einer gewissen Altersstufe, ab der U11, muss das erfolgsorientierte Arbeiten im Vordergrund stehen. Nur Wiesenfußball kann auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

U9 kickt in Turnierform: Die im Vorjahr bewährte Spielform (Dreier-Turniere) wird beibehalten. Sie ist durch die Bank gut angekommen, findet Patry, für die Gastvereine bleibt der Zeitaufwand überschaubar, der Heimverein profitiert von zwei Gegnern.

Drei statt vier bei U8: Auf Dreier-Turniere setzt man in der Jugendhauptgruppe Süd auch bei den Kleinen. Statt der ursprünglich geplanten Vierergruppen hat man sich für die kleinere Variante entschieden. Damit die Kinder mehr zum Spielen kommen, begründet Jugendchef Patry. Da ein Turnier maximal 90 Minuten dauern darf, wären die Partien bei Vierer-Bewerben mit gerade einmal zwölf Minuten zu kurz.

Doch alle Regeln nützen nichts, weiß Patry, wenn Trainer und Eltern nicht vernünftig sind.

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