Top-Form mal zwei: Tour de France & Olympia. Der Ebreichsdorfer Patrick Konrad setzte sich erstmals bei Tour de France in Szene. Am 24. Juli geht es um Olympia-Medaillen.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 07. Juli 2021 (01:37)
Ebreichsdorfer Patrick Konrad
Ebreichsdorfer Patrick Konrad 
AFP/Anne-Christine Poujoulat

16 Tage sind es noch, bis die Olympischen Spiele in Tokio beginnen. Die NÖN nutzt die Zeit, um Ziele und Vorbereitung unserer Olympiasportler genau unter die Lupe zu nehmen. Der Ebreichsdorfer Radsportler Patrick Konrad bereitet sich mit einem echten Härtetest vor, bestreitet aktuell die Tour de France.

Nach der ersten von drei Wochen liegt Konrad auf Platz 32 der Gesamtwertung. Der Rückstand auf Leader und Vorjahressieger Tadej Pogacar beträgt 44:22 Minuten. Aber auf Gesamtklassement wollte Konrad ohnehin nicht fahren. Das Ziel war es, um Etappenerfolge mitzufahren.

Am vergangenen Freitag unternahm Konrad den ersten echten Versuch, war in einer 29-köpfigen Ausreißergruppe. „Ich habe dann auch am vorletzten Berg attackiert und konnte mich absetzen, allerdings hat mich am Ende noch eine kleine Gruppe eingeholt und im Sprint um Rang drei war ich etwas unglücklich platziert“, resümiert Konrad, der sich schlussendlich mit Rang sieben auf diesem Teilstück zufriedengeben musste.

Am Sonntag folgte auf einer schweren Alpenetappe ein 16. Rang. Eine Klettertour, die Konrad entgegenkommen sollte, gibt es dann auch am 24. Juli, nur sechs Tage nach dem Ende der Tour, in Tokio. Die Strecke führt unter anderem über den Berg Fuji. Konrad kommt wohl die Rolle des gefährlichen Außenseiters zu: „Die Form zu halten, ist kein Problem. Das ist alles nur eine Sache des Formaufbaus“, meint Konrad, der darauf verweist, dass Greg van Avermaet – Olympiasieger 2016 – zuvor drei Tage lang das Gelbe Trikot bei der Tour de France trug.

„Für beides brauchst du Top-Form. Ich bin mit 29 Jahren jetzt in einem gewissen Alter und ich habe in der Vergangenheit schon auch Konstanz bewiesen. 2019 bin ich nach der Tour de France auch Sechster in San Sebastian geworden und bin dort um den Sieg mitgefahren.“