Bistan springt in die Elite. Racino-Talent landet bei den Weltreiterspielen als drittbeste Frau auf Platz 20.

Von Bernhard Garaus. Erstellt am 08. September 2014 (07:42)
Stefanie Bistan sorgte mit Platz 20 bei den Weltreiterspielen für eine Sensation. Dies war das zweitbeste Ergebnis für Österreich in der Geschichte der Spiele. Foto: Tomas Holcbecher
NOEN, Tomas Holcbecher/holcbecher.com

„Wenn mir vor dem Turnier jemand gesagt hätte, dass ich das Finale der besten 30 erreicht, hätte ich ihm nicht geglaubt.“ Doch jetzt ist es Wirklichkeit geworden. Stefanie Bistan zeigte sich bei den Weltreiterspielen in Frankreich in Top-Form und beendete das Turnier mit dem Pferd Apollonia auf dem 20. Platz.

Zu Beginn lief es noch nicht nach Wunsch

Dies ist das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte Österreichs, nur Hugo Simon war mit einem neunten Rang bei den Spielen in Rom 1998 noch besser. Noch dazu war die Springerin vom Magna Racino die drittbeste Dame im gesamten Feld, einzig Edwina Tops-Alexander und Beezie Madden waren noch besser platziert.

Dabei lief es zu Beginn der Weltreiterspiele gar nicht nach Wunsch für die Ebreichsdorferin. Beim Zeitspringen gab es zwei unglückliche Abwürfe, im Nationenpreis gelangen der 22-Jährigen aber zwei fehlerfreie Runden. Dies gelang insgesamt nur sechs Reitern.

„Das war sicherlich der schwerste Parcours, sowohl von der Art der Hindernisse, als auch von der Linienführung, den ich jemals geritten bin. Nach dem letzten Sprung habe ich es zuerst gar nicht glauben können, weil ein paar Mal hab ich es doch klappern gehört“, so Bistan.

„Die Erfahrung kann uns keiner nehmen“

Im Finale der besten 30 zeigte Bistan erneut auf und kämpfte sich auf den 20. Endrang nach vorne. Die Stute Apollonia brachte in der gesamten Woche starke Leistungen, wie Bistan erwähnt: „Sie ist wirklich super gesprungen jeden Tag! Es waren doch sechs schwere Parcours in dieser Woche. Und das sind hier Dimensionen, die wir in und um Österreich nicht oft zu Gesicht bekommen. Die Erfahrung, die wir in dieser Woche gesammelt haben, kann uns keiner mehr nehmen“, zieht Bistan Bilanz.

Die Stute Apollonia wird heuer noch das Longines Global Champions Tour Vienna Masters im Magna Racino (18. bis 21. September) bestreiten, dann geht es in die wohl verdiente Pause.


Hintergrund:

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    NOEN, zVg

    Zur Person: Stefanie Bistan (Foto links) ist am 5. Februar 1992 in Innsbruck geboren und reitet für den RC Magna Racino in Ebreichsdorf. Ihre Trainer sind Christian Juza und Marcus Wallishauser.

  • Das Pferd: Die Stute „Bogegaardens Apollonia“ aus dem Stall von Frank Stronach wird seit einem Jahr von Stefanie geritten. Die Chemie zwischen den beiden stimmte von Anfang an, wie das Duo bereits beim Sieg beim Großen Preis von Arezzo unter Beweis stellen konnte.

  • Die Weltreiterspiele: Bistan landete im Springreitbewerb in der Normandie auf dem ausgezeichneten 20. Platz und war somit beste Österreicherin. Astrid Kneifel, Dieter Köfler und Markus Saurugg verpasste alle das Finale der besten 30 klar.

www.magnaracino.at