Schwaiger-Sisters holen Gold. CEV Baden Masters: Gold für Doris und Steffi Schwaiger bei ihrem Abschiedsturnier. Auf NÖN.at finden Sie - laufend aktualisiert - alle Infos und die besten Bilder zum Event!

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 01. Juni 2014 (21:53)
NOEN, Rainer Mirau

Besser hätten sich Doris und Steffi Schwaiger nicht von ihren Fans verabschieden können: In einem mehr als nur spannenden Finale setzen sie sich in zwei Sätzen beim „CEV Baden Masters“ gegen die Spanierinnen Liliana-Baquerizo durch: 23-21 und 21-14.

Es war die Neuauflage des EM-Finales 2013 in Klagenfurt. Damals gewannen die Schwaiger-Sisters in drei Sätzen (21-15, 20-22, 15-12) gegen die Spanierinnen Liliana Fernández und Elsa Baquerizo. Ganz so spannend machten es Doris und Steffi heute beim „CEV Baden Masters“ nicht: In nur zwei Sätzen besiegen sie die Vize-Europameister. Im ersten Satz schenkten sich die beiden Duos nichts. Die Schwaigers setzen sich aber schließlich 23:21 durch. Im zweiten Satz waren die beiden Schwestern bald klar vorne und gewannen gegen Liliana-Baquerizo 21-14.

„Schön wars“, mehr brachte Doris Schwaiger-Robl nach dem entscheidenden Match nicht mehr heraus. „Es war ein hochklassiges Match. Uns stehen die Tränen in den Augen, weil das so ein emotionaler Moment ist. Wir möchten uns bei jedem ganz herzlich verabschieden“, meinte Steffi Schwaiger.

Bronze geht an die finnischen Nyström-Zwillinge  - allerdings ohne kleines Finale, nachdem sich Marleen Van Iersel im kleinen Finale gegen die Spanierinnen Liliana-Baquerizo verletzte und vor dem Spiel um Platz drei w.o. gab.

Krönender Abschluss einer großen Karriere

Es war das letzte Spiel der Schwaiger-Sisters, nachdem Doris Schwaiger vor zwei Tagen überraschend ihren Rücktritt bekannt gegeben hatte ( zum Bericht ).

Heute wurden sie von Sportlandesrätin Petra Bohuslav verabschiedet: „Das CEV Masters in Baden war heuer an Emotionen kaum zu toppen. Obwohl wir an diesem Wochenende mit Doris Schwaiger leider ein niederösterreichisches Aushängeschild der Trendsportart Beachvolleyball verabschieden mussten, war das Turnier wieder ein absolutes Highlight. Nicht nur die sportlichen Spitzenleistungen, sondern auch der wirtschaftliche Nutzen - in Form von rund 1500 zusätzlichen Nächtigungen und einem Werbewert von 700.000 Euro für die Region und Niederösterreich - dieses Events bestätigen mich in der Unterstützung dieser einzigartigen Sportgroßveranstaltung.“

Mit Kämpferherz und tollem Spiel ins Finale

Im Semifinale hatten sich die Schwaiger-Sisters in drei Sätzen gegen die Nyström-Zwillinge (FIN) durchgesetzt.

Der erste Satz des Semifinales ging mit 21:14 klar an die Finninnen, die beinahe fehlerfrei spielten. Im zweiten Satz drehten Doris und Steffi aber voll auf und siegten 21:15. Und auch im dritten Satz hatten die Nyströms keine Chance: 15:8. „Es war eine unglaublich schöne Stimmung. Wir haben das ganze Spiel richtig genießen können und die super Energie voll aufnehmen können. Das war ein Traum hier zu spielen“, sagte Doris Schwaiger-Robl nach ihrem wohl letzten Semifinale.

Master-Rückblick: Samstag- Doppler-Horst holen Silber

Samstag- Doppler-Horst holen Silber

Für Gold hat es nicht gereicht, aber Clemens Doppler und Alex Horst holten in ihrem erst dritten Turnier nach der langen Verletzungspause Silber beim „CEV Baden Masters“. Gold ging an die Polen Fijalek-Prudel, Bronze an die aktuellen Europameister Herrera-Gavira aus Spanien.
 

Eigentlich wollten sie nach dem Kreuzbandriss von Clemens Doppler bei der EM in Klagenfurt im Vorjahr und der darauf folgenden langen Verletzungspause vor allem Turnier- und Spielpraxis sammeln. Von einer Medaille zu reden wäre noch zu früh, sagte Alex Horst bei einer Pressekonferenz zu Beginn des Baden Masters.

Jetzt hat es sogar zu Silber gereicht. In einem sensationellen Turnier besiegt das Duo im Badener Strandbad Gordieiev-Iemelianchyk (UKR), Winter-Petutschnig (AUT), Holler-Schröder (GER) und schließlich auch die aktuellen Europameister Herrera-Gavira (ESP) und zieht ohne einen einzigen Match-Verlust ins Finale ein. Dort müssen sie sich aber schließlich den Polen Grzegorz Fijalek und Mariusz Prudel, die beinahe fehlerfrei spielen, in zwei Sätzen geschlagen geben: 18-21 und 14-21.

„Sie haben unglaublich gut gespielt und irrsinnig viel Druck beim Service gemacht. Da kann man ihnen nur gratulieren“, zollte Clemens Doppler seinen Gegnern Respekt. „Sie waren einfach stärker und haben bei dem Turnier am besten gespielt. Wir sind froh, dass wir im Finale waren“, sagte auch Alex Horst.

Bronze geht an die aktuellen Europameister Pablo Herrera und Adrian Gavira (ESP). Sie setzen sich im kleinen Finale gegen die Deutschen Holler-Schröder durch, die als Qualifikanten mit dem vierten Platz ebenfalls ein sensationelles Ergebnis erzielen.

Master-Rückblick: Freitag - Schwaiger-Sisters feiern Doppelsieg

Freitag - Schwaiger-Sisters feiern Doppelsieg

„Jetzt können wir das Turnier einfach genießen. Es macht richtig Spaß“, sagte Steffi Schwaiger nach zwei gewonnen Matches am ersten Spieltag des „CEV Baden Masters presented by SPORT.LAND.NÖ“. Für die Schwaiger-Sisters ist Baden das Abschiedsturnier, nachdem Doris Schwaiger-Robl heute unter Tränen überraschend ihren Rücktritt bekannt gab ( zum Bericht ). Weiterhin dabei sind auch Clemens Doppler und Alex Horst, die nach drei Siegen bereits im Semifinale stehen, sowie die Wildcard-Teams Winter-Petutschnig und Schützenhöfer-Plesiutschnig.

Nicht nur für die Schwaiger-Sisters, die am ersten Tag ihres Abschiedsturniers die Französinnen Giaoui-Giordano und die Norwegerinnen Kongshavn-Kjølberg besiegen, sondern auch für Doppler-Horst läuft das CEV Baden Masters bis jetzt ganz nach Plan. Nach drei Siegen gegen Gordieiev-Iemelianchyk (UKR), Winter-Petutschnig (AUT) und Holler-Schröder (GER) stehen die beiden bereits im Semifinale.
 
Aber auch die beiden Wildcard-Teams Tobias Winter und Lorenz Petutschnig sowie Katharina Schützenhöfer und Lena Plesiutschnig sind weiterhin im Bewerb. Winter-Petutschnig dürfen nach zwei Siegen gegen Kadziola-Szalankiewicz (POL) und Horrem-Eithun (NOR) trotz der Niederlage gegen Doppler-Horst auf eine Top-Platzierung hoffen. Schützenhöfer-Plesiutschnig mussten sich heute nur Grawender-Lundqvist (SWE) geschlagen geben, siegten jedoch gegen Juliana-Ana Freches (POR) und Behrens-Seyfferth (GER).

Rimser/Swoboda aus dem Rennen

 Weniger gut verlief der erste Spieltag für Cornelia Rimser und Sabine Swoboda: Sie müssen sich sowohl den Finnischen Nyström-Schwestern als auch deren Landsfrauen Lehtonen-Lahti geschlagen geben und scheiden aus dem Turnier aus. Auch Hansel-Zass sind nach einer Niederlage gegen Kongshavn-Kjølberg (NOR), einem Sieg gegen Giaoui-Giordano (FRA) und einer weiteren Niederlage gegen Dubovcova-Nestarcova (SVK) nicht mehr dabei.
 
Bei den Herren sorgten die Publikumslieblinge Xandi Huber und Robin Seidl für ein emotionales Auf und Ab im Badener Strandbad. Sie scheiterten zunächst an den Tschechen Kufa-Hadrava, besiegten danach jedoch die amtierenden Weltmeister und Trainingspartner  Brouwer-Meeuwsen (NED), die sie damit aus dem Turnier warfen, scheitern aber schließlich selbst an den Deutschen Dittelbach-Koreng und mussten den Bewerb ebenfalls vorzeitig verlassen.

Master-Rückblick: Donnerstag - Rimser/Swoboda ziehen in Hauptbewerb ein

Donnerstag - Rimser/Swoboda ziehen in Hauptbewerb ein

Cornelia Rimser und Sabine Swoboda schaffen das, wovon sie am Mittwoch vor der Country Quota nicht zu träumen gewagt hätten. Sie schaffen den Einzug in den Main Draw beim CEV Baden Masters und werden gemeinsam mit den Titelverteidigerinnen und regierenden Europameisterinnen Doris und Steffi Schwaiger, Babsi Hansel und Bianca Zass sowie Katharina Schützenhöfer und Lena Plesiutschnig um eine Medaille in Baden kämpfen.

Bei den Herren werden Clemens Doppler und Alexander Horst, Alexander Huber und Robin Seidl sowie Tobias Winter und Lorenz Petutschnig Österreich vertreten. Nicht qualifizieren konnten sich leider Tobias Winter und Jörg Wutzl. 


Ergebnisse der ÖVV-Teams:

Müllner-Wutzl AUT [1] vs. Cecchini-Martino ITA [17]: 1-2 (21-19, 18-21, 10-15)

Bonacossi-Cazalet FRA [9] vs. Rimser-Swoboda AUT [8]: 0-2 (15-21, 15-21)

Shalayeuskaya-Siakretava BLR [17] vs. Rimser-Swoboda AUT [8]: 0-2 (16-21, 15-21)

Master-Rückblick: Mittwoch - „Evergreens“ lösen letztes Ticket

Mittwoch - „Evergreens“ lösen letztes Ticket

CEV Masters: Sabine Swoboda und Cornelia Rimser setzen sich in der nationalen Vorausscheidung für das Badener Beach-Turnier durch. Für die Lokalmatadorinnen Nadine und Teresa Strauss ist in der Country Quota Endstation.

Seit mehr als 15 Jahren ist Sabine Swoboda aus der heimischen Beach-Szene nicht wegzudenken. Am Mittwoch hat sich die 39-jährige Guntramsdorferin mit Partnerin Conny Rimser das letzte verbliebene Quali-Ticket gekrallt. Dank eines glatten Zwei-Satz-Erfolges gegen die Oberösterreicherinnen Valerie Teufel/Elisabeth Klopf, die sich zuvor gegen Fleig/Frühbauer durchgesetzt hatten. Die routinierten Ladies  mischen damit morgen in der Qualifikation mit.

Einen harten Kampf hatte den späteren Aufsteigerinnen das Leobersdorfer Beach-Duo Nadine und Teresa Strauss geliefert. Die 17-jährigen Zwillinge entschieden den ersten Satz für sich, mussten den zweiten Durchgang denkbar knapp abgeben. Und lagen im Entscheidungssatz lange vorne, ehe das Nervenflattern bei den Maturantinnen und die Service-Power von Sabine Swoboda den Ausschlag gaben – 17:15.
 
Die Qualifikationspartien im Badener Strandbad beginnen morgen um 10 Uhr. Neben Rimser/Swoboda bei den Damen werden auch Daniel Müllner und Jörg Wutzl versuchen sich für den Hauptbewerb (ab Freitag, 9 Uhr) zu qualifizieren.

Beach-Asse brennen auf Stockerlplätze

Zwei weitere Austro-Duos gelten als besonders heiße Tipps beim Badener Masters: Neben Xandi Huber und Robin Seidl tragen Alex Horst und Clemens Doppler (SVS NÖ) die rot-weiß-rote Hoffnungen. Die große Frage: Wie geht’s dem Knie der Nation? „Dem geht’s gut“, sagt Clemens Doppler nach überstandener Verletzung. „Unser erstes Saisonziel, wieder gemeinsam am Platz zu stehen, haben wir schon erreicht.“



Bei der Heim-Europameisterschaft in Klagenfurt hatte sich Doppler einen Riss des vorderen Kreuzbandes zugezogen. „Baden ist jetzt unser drittes Turnier“, schildert Doppler, „wir denken von Spiel zu spielen, wollen natürlich so weit wie möglich kommen.“ Für ihn gehe es auch darum, das „Vertrauen in den Körper wiederzubekommen.“

Schwaiger-Sisters als heißestes NÖ Eisen

Das CEV Masters in Baden sehen die beiden Niederösterreicher als „sehr guten Test für die EM“ (Alex Horst) in der kommenden Woche im italienischen Cagliari, das Starterfeld in der Kurstadt sei  „so stark wie nie“. Im Damen-Bewerb schlüpfen für Alex Horst die Schwaiger-Sisters in die Favoritenrolle: „Die sind gut drauf, packen die Titelverteidigung…“

Die Waldviertlerinnen Doris und Stefanie Schwaiger (aus Großglobnitz im Bezirk Zwettl) reisen mit einem vierten Platz beim World-Tour-Event in Prag an. In Baden mit von der Partie sind auch die Siegerinnen von Prag, Kristyna Kolocova und Marketa Slukova.

NOEN, Vision05
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Baden ist bereit für Beach-Zauber

50.000 Euro Preisgeld, rund 20.000 Fans, 200 Beachvolleyballerinnen und Bagger-Artisten aus 24 Nationen: Baden verspricht auf jeden Fall ein Turnier der Superlative. Am Mittwoch fällt mit der nationalen Vorausscheidung (Country Quota), bei der allein vier rot-weiß-rote Damen-Teams am Court stehen, um 15 Uhr der Startschuss zum „ CEV Baden Masters presented by SPORT.LAND.NÖ“

Der Zeitplan: Am Donnerstag steht das Turnier im Zeichen der Qualifikation, der Hauptbewerb beginnt am Freitag (9 Uhr). Samstags geht das Turnier in die heiße Phase, bei den Herren fällt dann bereits die Titelentscheidung (Semifinali und Finale ab 13 Uhr. Sonntag ist „Damen-Tag“ – mit den Entscheidungspartien ab High-Noon (12 Uhr).

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