Diego Laporta am Gipfel des Hobby-Olymps. Diego Laporta vom TC Wunderlich Tribuswinkel feierte zuletzt seinen ersten Grand Slam-Titel innerhalb der Hobby Tennis-Tour.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 01. Oktober 2019 (01:36)
Küsschen für die Trophäe. Diego Laport genoss seinen ersten HTT US Open-Triumph sichtlich.
HTT

Ein Grand Slam-Titel: Das Non plus ultra für jeden Tennisprofi – und auch Hobbyspieler. Denn auch im Hobbybereich werden in Österreich seit mittlerweile fast drei Jahrzehnten Grand Slams – ganz nach dem Vorbild der klangvollen Profiturniere – veranstaltet.

So ging am Centercourt Südstadt zuletzt die 28. Auflage der HTT-US-Open über die Bühne – eines von vier Grand Slam-Turnieren der Hobby Tennis-Tour (HTT). Für Diego Laporta vom TC Wunderlich aus Tribuswinkel wurde dieses Großevent zu einem ganz besonderen Ereignis. Denn der 17-Jährige konnte zum ersten Mal in seiner jungen Karriere den Titel bei einem HTT Grand Slam feiern. Dabei musste der Youngster an seine körperlichen Grenzen gehen.

Vor allem an jenem Tag, wo Achtelfinale und Viertelfinale bestritten wurden. Laporta kämpfte zunächst Martin Zehetner in drei Sätzen nieder, um dann Bernd Steiner – ebenfalls in drei Sätzen – niederzuringen. Insgesamt dauerten die beiden Spiele über sechs Stunden und Laporta musste ans Limit gehen. Es folgte ein einfacher – und in erster Linie kurioser – Finaleinzug. Denn Laportas Gegner, Titelverteidiger Vladimir Vukicevic, erschien einfach nicht, „verließ“ sich auf schlechte Wetterprognosen. Im Finale ließ sich der Tribuswinkler Spieler seinen Triumph nicht mehr nehmen: Gegen WAC-Youngster Nicolas Moser feierte Laporta einen ungefährdeten 6:1, 6:4, 6:3-Erfolg.

„Nach einem gewonnenen Grand Slam-Titel ist man logischerweise hoch erfreut“, jubelte Laporta, dem vor allem der Tag mit Achtel- und Viertelfinale in Erinnerung bleiben wird: „Das war sehr hart. Ich habe noch nie sechseinhalb Stunden auf so einem hohen Niveau und vor allem auf Hartplatz gespielt. Ich konnte am Tag darauf gar nicht richtig aufstehen, habe meine Beine kaum gespürt.“