Baden wurstelte sich wieder mal durch. Im Oberen Play-off der 1. Bundesliga beendet der BAC die Saison als Siebenter, obwohl Bestbesetzung nie zur Verfügung stand.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 21. April 2021 (01:23)
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Die Klasse halten, das war das oberste Ziel der Badener Tischtennis-Herren in dieser Saison. Dieses Unterfangen gelang souverän, weil Innsbruck sportlich unter ferner liefen agierte und Oberwart sich freiwillig aus der höchsten Spielklasse zurückzieht. Die Meixner-Truppe kann dennoch stolz auf sich sein, weil sie den Verbleib in Liga eins auch aus eigener Kraft geschafft hätte und sogar noch mehr möglich gewesen wäre, als Position sieben in der Endtabelle. Dann nämlich, wenn Andreas Meixner der gesamte Kader zur Verfügung gestanden wäre.

Aidos Kenzhigulov spielte nur in Runde eins, dann kam der Kasache aufgrund der Reisebeschränkungen nicht mehr zum Einsatz. Top-Spieler Amirreza Abbasi stand nur in der Rückrunde zur Verfügung. Lange Zeit blufften sich die Badener durch die Begegnungen – mit Teenager Marc Sagawe, der sein Debüt in der heimischen Elite-Liga gab und Senior Dmitrij Levenko. „Wir haben uns mal wieder durchgewurstelt, aber dafür sind wir eh bekannt“, grinst BAC-Mastermind Andreas Meixner.

„Vielleicht wäre das Halbfinale möglich gewesen. Platz fünf oder sechs sicher.“ Andreas Meixner weiß, dass für den BAC in Bestbesetzung mehr drin gewesen wäre

In der Rückrunde zeigten die Kurstädter mit Abbasi und dem Ungarn Patrik Juhasz aber, was möglich gewesen wäre. Es gab Siege gegen Salzburg, Kapfenberg und Linz. Jenes Trio, das bis zuletzt um den vierten Platz kämpfte, dem letzten für die Play-offs. Ob das Halbfinale für die Badener ohne die personellen Sorgen möglich gewesen wäre: „Vielleicht“, glaubt Meixner: „Platz fünf oder sechs sicher.“ Alles Hypothese, aber Baden hätte Platz sieben vor Saisonbeginn sicher genommen. Höhere Ziele kann sich der BAC für die kommende Saison stecken. Abbasi hat verlängert, genauso Kenzhigulov, der dann hoffentlich regelmäßig zur Verfügung steht.