Der Baden-Krimi um den Klassenerhalt. Einreise-Probleme, China-Trainingslager und taktische Spielchen – BAC-Klassenerhalt hatte eine lange, kuriose Vorgeschichte.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 16. April 2019 (01:26)
Malcolm Zottl
Adrenalinkick. Amin Ahmadian hatte Anreiseprobleme, zitterte sich dann mit Baden trotz 2:4-Niederlage zum sportlichen Klassenerhalt.

Die gute Nachricht vorweg: Der BAC hat den sportlichen Verbleib in der höchsten Spielklasse geschafft. „Souverän“, meint Obmann Andreas Meixner mit einem Augenzwinkern. Nach der 2:4-Niederlage in Innsbruck machte nämlich das bessere Spielverhältnis den Unterschied zu den Tirolern: Baden (-29, 29:58), Innsbruck (-29, 28:57).

Die Reise ins „heilige Land“ war aber an Kuriositäten kaum zu überbieten. In der Früh meldete sich Amin Ahamdian. Er war aufgrund von Visum-Problemen in Paris gestrandet, konnte nicht direkt nach Innsbruck fliegen. Über Wien ging es für den Iraner mit dem Zug in den Westen. „Er ist erst nach Spielbeginn angekommen“, erzählt Meixner: „Wir haben taktiert, die im Reglement vorgesehene Wartezeit von einer halben Stunde in Anspruch genommen.“

Das erste Match ging somit kampflos an die Tiroler. Gut, dass die Badener Andreas Levenko – er reiste nach einem Trainingslager mit dem chinesischen Nationalteam direkt aus Faak/See an – haben. Österreichs Nummer vier stellte den Satzausgleich her.

„Die Saison war ganz anders geplant, aber es spricht für uns, dass wir uns durchgewurstelt haben“

Die Innsbrucker gewannen das dritte Einzel und das Doppel. Baden stand vor dem Abstieg, doch Levenko behielt die Nerven, rettete dem BAC den Klassenerhalt. Im letzten Match konnte der mittlerweile eingetroffene Ahmadian nicht für das Remis sorgen.

„Die Saison war ganz anders geplant, aber es spricht für uns, dass wir uns durchgewurstelt haben“, pustet Meixner durch: „Das war einzig Andi Levenkos Verdienst, man muss ihm danken“, lobt Meixner. In der nächsten Saison schlägt der Shootingstar aber für Ligakonkurrent Kapfenberg auf, weshalb weiterhin unklar ist, ob Baden 2019/20 in der neu geschaffenen Champions Gruppe spielen möchte – eine Entscheidung soll in den nächsten Wochen fallen.

Nötig wäre dafür jedenfalls ein gutes Abschneiden beim heurigen Finalturnier (gegen Oberwart geht es um Platz sieben) und beim Cup-Turnier im Herbst.