Protest nach Derby. Baden verlor gegen Wr. Neustadt nach hartem Kampf. Protest gegen den Einsatz eines neuen Spielers wird eingelegt.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 27. November 2018 (02:48)
Amin Ahmadian drehte seine Matches im Doppel und gegen Alabbad. Im dritten Spiel ging dann die Kraft aus.
Malcolm Zottl

An Spannung war das Industrieviertel-Derby zwischen Wiener Neustadt und Baden nicht zu überbieten. Rund vier Stunden standen die Akteure an der Platte, vier der sechs Matches gingen in den entscheidenden fünften Satz, am Ende hatte der BAC mit 2:4 das Nachsehen.

Das letzte Wort dürfte allerdings noch nicht gesprochen sein. Bei Wiener Neustadt fiel Alexander Chen ja wegen seines Seitenbandrisses nach einer „Spaß-Rangelei“ mit Andreas Levenko aus. Der Badener AC verzichtete aus diesem Grund auf seinem Top-Spieler.

Unter der Woche zauberte Wiener Neustadt den Saudi-Arabier Abulaziz Alabbad aus dem Hut. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das regelkonform ist. Das würde ja Tür und Tor öffnen“, meint BAC-Obmann Andreas Meixner: „Wir werden Protest einlegen.“ Wiener Neustadts Sportmanager Franz Gernjak entgegnet: „Der Spieler ist vom NÖTTV und ÖTTV genehmigt, außerdem kann ich nicht im Nachhinein Protest gegen etwas einlegen, das ich vorher weiß.“ Alabbad gewann dann auch das entscheidende Einzel gegen den Aidos Kenzhigulov mit 3:2. Zuvor ging dem Iraner Amin Ahmadian gegen Zsolt Petö die Luft aus. „Er konnte gestern nicht anreisen, kam erst vor der Partie in Schwechat an“, erzählt Meixner. Ahmadian wird am Sonntag gegen Spitzenreiter Stockerau fehlen – Vorbereitung auf die Jugend-WM. Meixner: „Vielleicht ist ein 3:3 möglich, aber da müsste Andi Levenko über sich hinaus wachsen.“