AROC-Renntag: Juwel funkelt heller als Diamant. Die Trabsaison im Ebreichsdorfer Racino nahm am Sonntag Fahrt auf. Im Hauptrennen setzte sich Juwel Venus gegen die höher eingeschätzten Diamant und Rammstein durch.

Von Clemens Kuzminski. Update am 20. April 2021 (19:02)
Juwel Venus hatte den größten Endspeed und hatte die Nase gegenüber den höher eingeschätzten Rammstein und Diamant vorne.
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Der AROC-Renntag am 18. April fand wieder auf der Heimatrennbahn in Ebreichsdorf statt. Den Corona-Vorschriften entsprechend musste dieser Traberrenntag nach wie vor als „Geisterrenntag“ abgehalten werden, aber die Situation hinsichtlich des Pferde-Herpes-Virus hatte sich merklich entspannt.

Ein echtes Juwel ganz oben

Sportlich ragte das vorletzte Rennen über 2.140 Meter („Prix Chablis“) aus der Tageskarte hervor, bei dem die beiden ersten des vorjährigen Derbys, Diamant Venus und Rammstein sich mit neun weiteren Spitzentrabern duellierten. Vor allem Diamant Venus wurde aufgrund seines letzten Sieges in der Krieau favorisiert. Aber der Reihe nach: Love You Venus (Christoph Fischer) bemächtigte sich nach dem Start der Spitze, wurde aber gleich von Rammstein(Carsten Milek) angegriffen, der mit seinem Vorstoß auch durchdrang. Franz Konlechner war mit Catch me if You Can, einem weiteren österreichischen Spitzentraber des Jahrgangs 2016, erster Verfolger. Diamant Venus (Wolfgang Ruth) hatte außen als Dritter eine gute Position und versuchte im Einlauf einen Angriff, kam aber nicht recht weiter. Dafür schoss Formfahrer Erich Kubes mit Juwel Venus (Trainer Christoph Fischer) heran und besiegte den lange führenden Rammstein, für Derbysieger und Favorit Diamant Venus, der diesmal nicht so glitzerte, blieb der dritte Platz vor Catch me if You Can und dem innen eingesperrten Love You Venus.

Kubes' Doppelschlag

Erich Kubes konnte im letzten Rennen gleich noch einmal jubeln, denn da wiederholte er mit der von Wolfgang Ruth trainierten Stute Dellaria Venus den Sieg vom letzten Renntag in der Krieau. Einen turbulenten Rennverlauf gab es im achten Rennen (auch eines der höher dotierten PMU-Bewerbe): Zuerst sprang der Topfavorit Bollinger Mail (Hubert Brandstetter) schon am Start ein, dann wurde Justice (Christoph Fischer) von einem galoppierenden Pferde behindert. Trotz einer weiteren Störung im Rennen konnte sich Fischer aber nach einem spektakulären Finish gegen Conny Mayr mit Golden Times durchsetzen. 

Errakis kann überraschen

Das Rennen für französisch gezogene Pferde sicherte sich, zu erstaunlich niedrigen Wettquoten, der siebenjährige Wallach Errakis mit seinem Besitzer Helmut Lindmayr. Zweimal waren an diesem Renntag nicht nur Erich Kubes, sondern auch Champion Gerhard Mayr und Hans Lichtenwörther in den Siegerlisten zu finden. Der nächste Renntag findet am Sonntag, dem 9. Mai (Muttertag) wieder in Ebreichsdorf statt. Der Veranstaltung hegt leise Hoffnungen, dass dann bereits Zuschauer vor Ort sein können.

Ergebnisse:

1. Rennen: Lucky Beuckenswijk (Gerhard Mayr) in 1.18,4 vor Too Hot t Touch und Troja

2. Rennen: Paytime (Walter Weinwurm) in 1.17,7 vor Heros de Bry und Ophelia

3. Rennen: Somebody’s Diamondt (Johann Lichtenwörther) in 1.16,4 vor Nanoko OV und Unforgettable

4. Rennen: Ceyenne TN (Carsten Milek) in 1.17,8 vor Hannes Venus und Delta Venus

5. Rennen: American Dream (Gerhard Mayr) in 1.18,6 vor Revento J und Dandy Venus

6. Rennen: Mentor Venus (Johann Lichtenwörther) in 1.16,5 vor Santiago Diamond und Titus

7. Rennen: Errakis (Helmut Lindmayr) in 1.17,5 vor Avatar Jet und Elite de la Vitard

8. Rennen: Justice (Christoph Fischer) in 1.18,2 vor Golden Times und Russel Yankee

9. Rennen: Juwel Venus (Erich Kubes) in 1.16,2 vor Rammstein und Diamant Venus

10. Rennen: Dellaria Venus (Erich Kubes) in 1.16,6 vor Good Fellow(TF) und Magic Paradis