Ebreichspark: Amateure fahren auf und davon

Erstellt am 08. Mai 2022 | 17:06
Lesezeit: 4 Min
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Carsten Milek pilotierte Diamant Venus zum Sieg im vierten Rennen.
Foto: AROC
Der Kottingbrunner Lokalmatador Rene Karlovatz stahl den Profis ebenso die Show wie Thomas Royer mit einem Doppelsieg.
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Schon bei Beginn des sieben Rennen umfassenden Abendrenntages zogen drohende dunkelschwarze Wolken von Norden auf, das erste Rennen konnte noch bei Trockenheit abgehalten werden, aber dann brach ein Wolkenbruch auf den Ebreichspark nieder, sodass die Rennbahn in wenigen Minuten überflutet war.

Das zweite Rennen musste dann am Schluss der Tageskarte nachgetragen werden(und brachte einen Dreifachsieg des Stalles Mayr). Aber nach kurzer Zeit flossen die Wassermassen wieder ab, die Bahn wurde abgezogen und präsentierte sich – dank der Neubesandung und Überarbeitung vor der Rennsaison – in hervorragendem Zustand.

Diamant stiehlt Invictus die Show

Die beste Garnitur gab sich im vierten Rennen über 2.140 Meter ein Stelldichein. Besonderes Interesse galt der Neuerwerbung aus dem Stall Mayr, Invictus Mencourt, zuletzt Sieger im „Trabermekka“ Vincennes, der 20 Meter vorgeben musste. Schnellstarter JS Tolstoy war dank des Griffes seines Fahrers in die Trickkiste sogleich an der Spitze auszunehmen, während Invictus Mencourt (Gerhard Mayr) einen Sicherheitsstart hinlegte.

Schon nach einer Bahn marschierte der Ex-Derbysieger Diamant Venus, diesmal mit Carsten Milek, weil sein Trainer Wolfgang Ruth Fahrverbot hatte, stark auf und in seinem Gefolge auch Invictus Mencourt. Diamant Venus wurde immer stärker und steckte im Einlauf den Kopf in Front, während Invictus Mencourt mit Gangproblemen zurückfiel und letztlich enttäuschte. Frontrunner JS Tolstoy verteidigte den zweiten Platz vor Stravinskij Bigi mit Amatuer Thomas Royer, der im Verlauf des Renntages noch groß auftrumpfte.

Xaver gewinnt packendes Duell

Das zweite PMU-Rennen mit der Dotation von 4.500 Euro führte wieder über 2.140 Meter, diesmal mit Autostart: Leider war der Star des Rennens und Derby-Mitfavorit Charmy Charly AS, der mit seinem neuen Trainer Rudi Haller hätte starten sollen, Nichtstarter. Gerhard Mayr nahm mit seinem Spanedohano sogleich die Spitze, wurde aber von dem Kottingbrunner Amateur René Karlovatz mit Xaver Venus attackiert und erfolgreich von der Führung verdrängt.

Dellaria Venus mit Carsten Milek griff bereits nach einer Bahn an und machte außen Druck, dieses Duell sollte bis in den Einlauf fortgesetzt werden. René Karlovatz entlockte jedoch Xaver Venus immer wieder Reserven und machte gegen die Profis eines sehr gute Figur, sodass den beiden der Sieg nicht mehr zu nehmen war.

Sturz überschattet Royer-Sieg

Die nächsten beiden Rennen wurden dann eine Beute des mehrmaligen Amateurstaatsmeisters Thomas Royer, mit Delta Venus gegen die Profis. Im letzten Rennen sprang Pleasurground rettungslos ein und war äußerst ungebärdig. Nach langen wilden Galoppaden stürzte das Pferd und das Rennen musste abgeläutet werden. Gott sei Dank ging der Sturz für den 6-jährigen deutschen Hengst und seine Besitzerin Julia Strasser glimpflich vorüber und sie konnte gemeinsam den Weg zurück in den Stall antreten. Beim zweiten Ablauf gelang dann Thomas Royer seiner zweiter Sieg in Folge.

In Ebreichsdorf ist ab nun schon Sommerpause (Baden steht vor der Tür!), nächster Renntag ist erst der Saisonhöhepunkt am 18. September mit dem 154. Österreichischen Galopperderby und der AROC-Derby der 3-jährigen.

Ergebnisse

1. Rennen: Imperioso Mo (Mario Zanderigo) in 1.18,3 vor Jackpot und Aufunddavon

2. Rennen: Power Classic (Gerhard Mayr) vor Power Madelda und Major Viking

3. Rennen: Feel the Wind (Nadja Reisenbauer) in 1.16,9 vor Free Soul und Apples

4. Rennen: Diamant Venus (Carsten Milek) in 1.16,1 vor JS Tolstoy und Stravinskij Bigi

5. Rennen: Xaver Venus (René Karlovatz) in 1.16,3 vor Dellaria Venus und Magic Paradis

6. Rennen: Delta Venus (Thomas Royer) in 1.17,4 vor Cash to Thelmit S und Brigitte Laksmy

7. Rennen: Hercules (Thomas Royer) in 1.17,9 vor Quuenie und Scarlet Lavie