Benedikt Güttl: „Der Abschied tut natürlich weh“. Benedikt Güttl (25) spricht mit der NÖN über die Gründe seines Wechsels zu Gmunden, den Trennungsschmerz und seine Ziele.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 30. Juli 2019 (01:35)
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Benedikt Güttl ist ein Ur-Traiskirchner, war Kapitän der Lions und ein Fanliebling. In dieser Saison kehrt er mit den Gmunden Swans als Gegner in den Lions Dome zurück. Detail am Rande: Die Swans waren in den letzten beiden Jahren jenes Team, dass die Lions aus dem Play-off nahm.

Benedikt Güttl verlässt nach 17 Jahren im Nachwuchs und in der ABL die Traiskirchen Lions und wechselt an den Traunsee, zu den Gmunden Swans. Der NÖN stand der Traiskirchner Kapitän zum Abschied Rede und Antwort.

NÖN: Was war für Sie der ausschlaggebende Grund für den Transfer?
Benedikt Güttl: Ich hab lange überlegt, was das Beste für meine persönliche Entwicklung ist. Bin dann im Endeffekt zum Entschluss gekommen, dass ich den Schritt weg von Traiskirchen wagen muss um das Profileben noch intensiver kennenzulernen. Außerdem glaube ich, dass das Umfeld in Gmunden alles bietet, was ich für meine Entwicklung als Spieler brauche. Es wird mich auch menschlich weiterbringen.

Auch im letzten Sommer gab es Interesse von Gmunden. Was hat sich im Vergleich zu damals geändert?
Ja auch damals gab es Interesse von Gmunden. Warum ich dann doch in Traiskirchen geblieben bin, ist ganz einfach: Ich habe in der damaligen Konstellation bei den Lions Potenzial gesehen, um vorne mitzumischen. Wir waren etwas vom Verletzungspech verfolgt, aber dieses Risiko wollte ich eingehen. Und natürlich ist es schön, mit dem Heimatverein Erfolg zu haben – das wollten wir schaffen. Leider hat’s nicht geklappt. Da nun in Traiskirchen noch viel unklar ist und sich Gmunden sehr um mich bemüht hat, hab ich jetzt diesen Weg gewählt. Wie gesagt, die Rahmenbedingungen sind dort ohne Weiteres gegeben, um mich zu verbessern.

„Wir waren etwas vom Verletzungspech verfolgt, aber dieses Risiko wollte ich eingehen.“ Benedikt Güttl erklärt, warum er nicht schon 2018 wechselte.

Welche Gefühle löst es aus, wenn man den Heimatklub nach so langer Zeit verlässt?
Es ist mir unglaublich schwergefallen. Den Heimatverein nach fast 20 Jahren zu verlassen ist nicht leicht. Ich habe den Lions viel zu verdanken, durfte viele schöne Erinnerungen sammeln und habe es einfach genossen vor den tollen Fans zu spielen. Der Abschied tut natürlich weh, aber ich muss jetzt neue Herausforderungen angehen, um mich weiterzuentwickeln. Ich werde immer wieder mit einem Lächeln in den Lions Dome kommen – und wer weiß was die Zukunft bringt, Abschiede müssen nicht für immer sein.

Was sind Ihre Ziele mit den Gmunden Swans?
Die Ziele mit Gmunden sind ganz klar: Ein Titel soll her. Und daran werden ich und das gesamte Team alles setzen.