Des Wahnsinns zweiter Teil: Lions stellen auf 2:2. Die Traiskirchner Löwen retten sich mit einer unglaublichen Schlussphase in ein Entscheidungsspiel.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 09. Mai 2019 (21:31)

Traiskirchen gewann am Dienstag ein umkämpftes Spiel gegen die Gmunden Swans, verkürzte in der Viertelfinal-Serie auf 1:2. Das Match am Donnerstag sollte das alles aber noch einmal toppen. Gmunden hatte die Begegnung von Beginn weg unter Kontrolle. Die Oberösterreicher führten, abgesehen von einem kurzen Löwen-Sprint im zweiten Spielabschnitt, immer zweistellig.

Eigentlich glaubte keiner mehr so wirklich an ein Traiskirchner Comeback. Beim Stand von 53:66 zündeten Jozo Rados und Co. aber den Turbo. Gmunden verlor Faden, Nerven und Geduld. Mit einem 15:0-Run übernahmen die Niederösterreicher erstmals in dieser Partie die Führung. Die Löwen verteidigten diese Beute in den letzten zwei Minuten, siegte mit 76:72.

"Das kann man nicht beschreiben, es hat Phasen gegeben, da haben selber nicht mehr wirklich dran geglaubt, aber dann hat man gesehen, was mit diesen Fans im Rücken möglich ist. Unglaublich", strahlte Lions-Kapitän Benedikt Güttl. Die Traiskirchner sind nun für das entscheidende Spiel im Kampf um den Halbfinaleinzug in der psychologisch besseren Ausgangslage. Am Sonntag muss in Gmunden dennoch alles passen. Zur Erinnerung: 2016 holten die Lions gegen Wels ebenfalls einen 0:2-Rückstand auf, schieden schlussendlich dennoch aus.