Mit Gold nach Kona. Michael Weiss kürte sich zum Staatsmeister auf der Mitteldistanz – die perfekte Vorbereitung auf die Ironman-WM.

Erstellt am 08. September 2014 (07:49)
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Sechs Wochen vor seinem großen Saison-Höhepunkt – den Ironman World Championships in Kailua-Kona – absolvierte der Gumpoldskirchner Michael Weiss im Tiroler Unterland seinen letzten Wettkampf. Und die Challenge Walchsee-Kaiserwinkl hielt, was die Streckenprofile versprachen.

Erinnerung an Mountainbiker-Tage

Das Schwimmen im Walchsee absolvierte Weiss in 25:37 Minuten. „Ich habe mich nicht ganz so gut gefühlt wie bei der Cross-Triathlon-WM in Zittau, aber es war solide.“ Die Aufholjagd auf dem Rad wurde durch die mit vielen Steigungen und technischen Abfahrten extrem anspruchsvolle Strecke erschwert.

Ein wenig fühlte sich der Athlet der Badener Tri-Runners an seine Tage als Mountainbiker erinnert. „Es war sehr schwierig in einen Rhythmus zu kommen, dazu hat das Schwimmen lange wehgetan. Aber ich habe gewusst, dass ich mir im Training eine gute Basis erarbeitet habe.“

„Das ist mehr als nur ein Trostpflaster für das verpasste Stockerl.“
Michael Weiss nach seinem Staatsmeister-Titel

Als auf der zweiten Runde auch noch der Regen einsetzte, ging Weiss auf Nummer sicher. „Ich habe trotzdem super Druck am Pedal gehabt und gemerkt, dass ich genau dort bin, wo ich für Hawaii sein muss.“ Auch dank der neuen Sitzposition, die im Wettkampf hielt, was sie im Training versprochen hatte.

„Komfortabel und trotzdem kraftbetont, das hat sich richtig gut angefühlt“, so der nach dem Bike-Split und vor dem abschließenden Halbmarathon Viertplatzierte.

Diesen Platz sollte er nicht mehr hergeben - trotz einiger Positionswechsel im Feld. Und damit war ihm der Staatsmeister-Titel sicher. „Das ist mehr als nur ein Trostpflaster für das verpasste Stockerl“, so Weiss, der im Ziel 2:38 Minuten Rückstand auf Sieger Giulio Molinari aus Italien hatte.