WM-Silber mit „Schlinge“. Das „Schlingel Team Austria“ um Christian Sam holte bei der Weltmeisterschaft im Zielschießen „mit der traditionellen Steinschleuder“ sensationell Platz zwei im Teambewerb.

Von Fritz Frauenberger. Erstellt am 12. März 2019 (01:41)
Vize-Weltmeister im Zielschießen „mit der traditionellen Steinschleuder“ im Teambewerb: Ferenc Zamolyi, Gerald Karlovits, Christian Sam, Uwe Pelzer und Eric Gromann vom Verein „Schlingel Team Austria“ (von li.).
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Die Sensation ist neuerlich perfekt — die Österreicher holten sich bei der Weltmeisterschaft im Zielschießen „mit der traditionellen Steinschleuder (auch Schlinge genannt)“ eine Silbermedaille! Der sportliche Erfolg gelang diesmal im Teambewerb rund um Christian Sam und die Kampfmannschaft des Vereins „Schlingel Team Austria“, der in Deutsch Brodersdorf (Bezirk Baden) beheimatet ist.

Dritte WM-Medaille gibt weiter Auftrieb

Über die begehrte Silber-Trophäe freuten sich die „Schlingel Team Austria“-Mitglieder Christian Sam als Vereinsobmann (Deutsch Brodersdorf), Eric Gromann (ebenfalls Deutsch Brodersdorf), Ferenc Zamolyi (Wien, Ungarn), Gerald Karlovits (Eisenstadt) und Uwe Pelzer aus Oschersleben (Deutschland).

Christian Sam, der bereits 2016 eine Silbermedaille im Einzelbewerb und eine Bronzene im Jahr darauf (ebenfalls im Einzelbewerb) ins rot-weiß-rote Land geholt hatte, über die mittlerweile dritte Podiumsplatzierung: „Die Konkurrenz ist stärker geworden. Daher bin ich mit diesem zweiten Platz im Teambewerb sehr zufrieden. Diese Leistung hat alleine das intensive Training möglich gemacht“.

Und: „Dieses Edelmetall gibt unserem Schlingel Team Austria natürlich weiter Auftrieb.“ Im Sommer trainiert die Kampfmannschaft im Freien, im Winter auch in der Halle der Firma Skarics in Ebreichsdorf.

Zur erfolgten Weltmeisterschaft: Über 150 Teilnehmer aus 16 Nationen weltweit hatten sich (wie jedes Jahr) beim Internationalen Turnier der spanischen Fedarecion de Tirdefona auf den Balearen getroffen, um ihre Zielgenauigkeit beim Schießen mit der traditionellen Handschleuder zu vergleichen. Bei diesen Turnieren ist Vorsicht geboten: Denn die Schleuder kann auf die Distanz von 20 Metern bei einem Treffer mit über 300 km/h — ähnlich wie bei David gegen Goliath — die tödlich mannstoppende Wirkung einer großkalibrigen Pistole entfalten.

Interesse an dieser Sportart? Christian Sam gibt bei einer Vorführung oder einem Vortrag gerne Auskünfte: chris.sam[at]gmx.at.