Zante Laser gewinnt am Geisterrenntag. Bei schönem, aber kaltem Spätherbstwetter (und Blick auf den tief verschneiten Schneeberg) fand trotz Lockdowns der letzter Renntag im Ebreichsdorfer Racino statt, natürlich ohne Publikum und Gastronomie.

Von Clemens Kuzminski. Erstellt am 22. November 2020 (20:17)
Zante Laser holte sich den Sieg im Hauptrennen. Nun steht in Ebreichsdorf die geplante Winterpause an.
AROC

Die großen Tribünen, der Zuschauerraum, alles wirkte irgendwie gespenstisch verlassen. Wettanbieter PMU übertrug fünf hochdotierte Rennen nach Frankreich, außerdem fanden noch weitere fünf Rennen ohne Übertragung nach Frankreich statt.

Zante Laser gewinnt abwechslungsreiches Rennen

Sportliches Highlight war das fünfte Rennen mit den schnellsten und gewinnreichsten Pferden über 2.140 Meter mit einer Dotation von 5.000 Euro. Der diesjährige Derbysieger Diamant Venus (Wolfgang Ruth) hatte neun ältere, internationale Gegner. King of the World (Harald Sykora) eroberte ganz von außen mit schnellem Antritt die Spitze, war jedoch schon bald einem Angriff von Muscle Boy As (Gerhard Mayr) ausgesetzt, den er aber parieren konnte. Dahinter legte sich das zweite Sykora-Pferd Orange Venus mit Ari Kaarlenkaski als erster Verfolger zurecht. Im Schlussbogen kam zunächst ein Angriff von Lord Brodde mit Christoph Fischer, aber von ganz hinter flog in den Außenspuren noch Zante Laser mit Catchdriver Carsten Milek mit tollem Endspurt heran und sicherte sich noch den Sieg, während Diamant Venus sich in dieser Garnitur nicht durchsetzen konnte und schließlich einsprang. Mit einer guten Finishleistung sicherte sich Jagaro Mo (Mario Zanderigo) noch den dritten Platz. Beim Siegerinterview kündigte Milek weitere Starts der fünfjährigen italienischen Superstute in Frankreich an.

Weiterer Sieg für Milek und ein Schreckmoment

Im Rahmenprogramm waren zwei weitere Derbystarter am Ablauf, die ihr Antreten beide erfolgreich gestalten konnten: Zunächst der Derbyzweite Rammstein, der ebenfalls mit Carsten Milek erfolgreich blieb, dann Thomas Pribil mit „Familienpferd“ Oscar de Jan R, während Wolfgang Ruths dreijähriger Jahrgangscrack Samuel gerade einmal Fünfter gegen die älteren Gegner werden konnte.
Lehrlingsfahrer Dominik Duda verletzte sich beim Durchgehen eines Pferdes (das schließlich im Wald eingefangen werden konnte) und musste ins Spital gebracht werden. 

Christoph Fischer war der große Abräumer des Tages

Erfolgreichster Aktiver war Christoph Fischer mit drei Siegen, der damit nur mehr vier Siege im Championat hinter dem Führenden Gerhard Mayr liegt, der diesmal leer ausging. Ein ganz spannendes Championatsfinale bei den Profis in der Krieau bahnt sich an, wobei in Zeiten wie diesen bei jedem Renntag eine gewisse Unsicherheit, ob er überhaupt stattfindet, besteht. Da die Ausnahme vom Veranstaltungsverbot nur für den Profi-Sport gilt, waren diesmal keine Amateurrennen möglich.
Ebreichsdorf geht nunmehr – wie vorgesehen – in die Winterpause, für 2021 sind sieben Renntage geplant.