Schwechater „Bats“ sind offiziell bundesligareif. Schwechat erfüllt die Kriterien für die Teilnahme an der höchsten Spielklasse. Der Lizenzantrag wurde genehmigt.

Von Felix Novak. Erstellt am 25. November 2020 (02:23)
Jede Woche auf der Baustelle. Obmann Phil Weller, Spieler Felix Stephan, Vorstandsmitglied Roland Reuckl und Spieler Tim Gruber beobachten mit großer Freude die Fortschritte beim Neubau des „Batsfield“. 
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Die Blue Bats sind ab sofort erstklassig! Die Nachricht über den genehmigten Bundesligaantrag, den der Schwechater Baseballverein schon 2019 stellte, ließ die negativen Begleiterscheinungen des zweiten Lockdowns in Österreich leichter vergessen. Der positive Bescheid beschert den Braustädtern trotz eines dritten Platzes in der abgelaufenen Saison in der 2. Bundesliga Ost die Teilnahme an der höchsten Spielklasse des Landes.

Die Schwechater profitierten dabei nicht nur vom Neubau des Spielfeldes, sondern auch von der Aufstockung der Liga. Zehn statt acht Mannschaften - so sieht der österreichische Verband die Durchführung der Bundesligasaison 2021 vor. Demnach steigen Stockerau als Meister der 2. Bundesliga Ost, sowie der Drittplatzierte Schwechat automatisch auf. Der Zweitplatzierte Vienna Wanderers II ist bereits mit dem Einserteam in der Baseball Bundesliga vertreten.

Ausschlaggebend für die Aufstockung der Bundesliga war aber auch, dass Vereine wie Schwechat alles dafür tun, die nötige Infrastruktur aufzubauen, um in der Liga der Großen mitmischen zu können. Der Verband möchte dafür sorgen, dass sich Klubs in der Baseball Bundesliga langfristig etablieren und das Top-Niveau halten können.

Dafür hat Schwechat auch jene vier Kriterien erfüllt, die der Verband als entscheidend erachtet: Eine Nachwuchsabteilung, ein bundesligataugliches Spielfeld, das nötige Organisations- und Kommunikationsnetzwerk sowie ein „Farm Team“, also über eine zusätzliche Mannschaft, die junge Talente ausbildet. „Wir haben in den letzten Jahren genau daran hart gearbeitet“, ist Obmann Phil Weller unter anderem froh, dass der Bau des neuen Platzes nahe des Rudolf Tonn Stadions voranschreitet.

Bleibt nur zu hoffen, dass der Coronavirus im nächsten Jahr nicht mehr wütet und für Massenabsagen sorgt.