Milan Potocar unterbrach für Brucker Foxes die Babypause

Erstellt am 30. November 2022 | 02:16
Lesezeit: 3 Min
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Ruhepol im Schlussviertel. Mit seinem Erfahrungsschatz und elf Punkten im letzten Spielabschnitt verhalf Jakub Krivan den Foxes zu den zwei Punkten.
Foto: Novak
Die Brucker Foxes taten sich beim Tabellennachzügler Wiener Neustadt schwer, konnten aber den Rückstand aufholen und den Pflichtsieg einfahren.
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Das Nachtragsspiel in Wiener Neustadt unter der Woche erwies sich für die Füchse aus Bruck als Herausforderung. „Normalerweise treffen wir uns für die Abfahrt vor der Halle. Dieses Mal mussten wir einige Spieler einsammeln“, berichtet Obmann und Trainer Otto Heissenberger unter anderem von einer Fahrt zur Schule nach Schwechat, da sein Sohn Max, der Lehrer ist, noch den Elternsprechtag fortführen musste.

Trickkiste: Coach reaktiviert 2-Meter-Riesen

Tobias Hofstetter, der in Korneuburg beheimatet ist, reiste mit dem Zug an und Renan Ferreira machte sich mit dem Auto von Wien aus auf den Weg. Viktor Dedecek musste für das Duell beim Tabellennachzügler passen. „Wir brauchten aber einen Großen“, kontaktierte der Obmann daraufhin Milan Potocar, der sich eigentlich eine Babypause nahm. Somit feierte der 2,03 Meter große Centerspieler ein Comeback.

Den Start vermasselten die acht Foxes-Spieler. „Die ersten fünf Minuten waren der Horror“, lag Heissenbergers Team mit 2:14 zurück. Das erste Viertel ging mit 21:13 an die „Blue Devils“. Dank Tamino Spiroch, der nach seiner Coronaerkrankung zurückkehrte und 13 Punkte erzielte, und Max Heissenberger, der sieben Zähler beisteuerte, hatten die Brucker im zweiten Viertel wieder die Nase vorne. Mit einer 42:38-Führung gingen die Foxes in die Halbzeitpause.

Match stand auf Messers Schneide

Im dritten Abschnitt konnte die Führung auch dank zwei Dreiern von Tobias Hofstetter ausgebaut werden, im letzten Viertel kamen die Gastgeber wieder auf drei Punkte heran. „Die Partie stand auf Messers Schneide“, musste der Coach auf Sohn Max und Potocar verzichten. Beide mussten nach ihrem fünften Foul runter. Zudem konnte Ferreira aufgrund von starken Krämpfen nicht mehr weitermachen.

Paul Göschl kam ins Spiel, um den Führungsspieler zu entlasten und dank einer tollen Leistung von Jakub Krivan, der fünf Freiwürfe in Folge routiniert verwandelte, gingen die Brucker mit 83:72 als Sieger vom Platz.