Beierl holte Bronze in Winterberg. Die Himbergerin Katrin Beierl (27) schnappte sich trotz  schlechter Trainingsläufe eine EM-Medaille in Winterberg (D).

Von Felix Novak. Erstellt am 13. Januar 2021 (01:50)
Stolz auf seine Schützlinge. Trainer Gerhard Rainer gratulierte Jennifer Onasanya und Katrin Beierl (r.) zum Podestplatz in Deutschland.
 
ÖBSV

Elf Nationen, 18 Schlitten: beim Weltcup in Winterberg versammelte sich die Elite im Bobsport, um wichtige Punkte für die Gesamtwertung zu ergattern. Gleichzeitig wurde auf der Bahn die Europameisterschaft ausgetragen. Für Österreich waren wieder Katrin Beierl und Jennifer Onasanya am Start.

„In der Früh bin ich eigentlich mit keinem guten Gefühl aufgestanden, weil die Trainingsläufe nicht so gut waren“, rechnete Beierl vor dem EM-Start mit keiner Medaille. Aber: Den ersten Lauf hatte sie, mit Ausnahme eines kleinen Fehlers in der 13. Kurve, sauber hingelegt. Nur im zweiten Rennen schlichen sich ein paar Ausrutscher im Mittelteil ein. „Deshalb ist es dann unten so richtig knapp geworden“, schilderte die 27-Jährige im Gespräch mit der NÖN. 

Die beiden erreichten mit 79 Hundertstel Rückstand auf die Sieger Nolte/Levi als Dritte das Ziel, ex aequo mit Jamanka/Fiebig (D). „Es freut mich sehr, dass wir uns auch gegen die Überseenationen behaupten konnten“, strahlte die Himbergerin.

Eine Erfolgsmeldung traf bereits vor der Jahreswende ein. Ihre Teamkollegin Onasanya, gebürtige Niederländerin, bekam die österreichischen Staatsbürgerschaft verliehen und ist nun für die olymischen Spiele 2022 in China berechtigt, für Rot-Weiß-Rot an den Start zu gehen. Beierl, die durch das Jus-Studium in Innsbruck eine neue Heimat fand, kann in Zukunft noch intensiver mit ihrer Partnerin zusammenarbeiten, denn: „Jenny ist schon nach Innsbruck gezogen, um gemeinsam mit mir trainieren zu können. Olympia steht also nichts mehr im Weg. Wir sind topmotiviert.“