„Es war wieder so geil wie früher“. Peter Schneider und Ersatzgoalie Roland Englert waren die „Helden“ im Playoffspiel der Eisbären gegen Stockerau.

Von Raimund Novak. Erstellt am 28. Februar 2018 (03:35)
Hat allen Grund zur Freude: Josef Pisarcik feierte in der Kabine euphorisch sein Siegestor.
NOEN, privat

Krisensitzung und Riesenjubel – die letzten Tage waren bei einigen Spielern und Funktionären der Eisbären aus Trautmannsdorf eine Achterbahn der Gefühle. Zuletzt kam es immer wieder vor, dass vor allem bei Auswärtspartien nur wenige Spieler bereit waren, die Strapazen auf sich zu nehmen. Einige deftige Niederlagen hatten zuvor für ein Stimmungstief gesorgt. Mittlerweile ist die Laune wieder etwas besser.

Im Duell um Platz drei in der 2. Landesliga gegen die Stock City Oilers aus Stockerau feierten die Trautmannsdorfer zwei Siege. Beide Partien waren sehenswert. Im Heimspiel stand Peter Schneider im Mittelpunkt. Er besorgte im ersten Drittel nicht nur zwei Mal den Ausgleich, sondern sorgte im Anschluss mit einem Dreierpack für die Vorentscheidung.

Coach ließ in der Overtime kein Tor zu

Nach dem 8:5-Erfolg folgte eine knappe Partie in Stockerau, wo Spielertrainer Roland Englert wieder einmal als Torhüter einspringen musste. „Er hat vor 15 Jahren in der Wiener Hobbyliga das letzte Mal längere Zeit im Tor gestanden. Trotz Knieschmerzen hat er uns in den letzten Auswärtsspielen nie im Stich gelassen“, lobte Obmann Thomas Kremser das Engagement des Coach. Dieser avancierte noch dazu zum Matchwinner. Nach tollen Abwehraktionen während des Spiels, das schließlich mit 5:5 endete, folgte ein Save nach dem anderen im Shootout. Chistian Seifter und Peter Schneider vermasselten zunächst ihren Torschuss, aber Englert wehrte drei gegnerische Schüsse ab. Nachdem Josef Pisarcik trocken zum 6:5 einschoss feierten Englert und Co. den Sieg im letzten Playoffspiel.

„Es war wieder so geil wie früher“, taugte dem Obmann der leidenschaftliche Einsatz der Truppe. „Letztendlich haben wir von elf Teams Rang sieben belegt. Da darf man feiern.“ Eine künftige Trennung der Liga in zwei Leistungsklassen wird der Obmann bei der nächsten Ligasitzung dennoch vorschlagen, um künftig Niederlagen in zweistelliger Höhe, die für die beteiligten Mannschaften keinerlei Nutzen haben, zu vermeiden.