Zwei Brucker Beachvolleyballer in Baden im Einsatz

Erstellt am 17. August 2022 | 00:05
Lesezeit: 2 Min
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In Baden im Einsatz: Benedikt Grath.
Foto: privat
In Baden findet die EM der Gehörlosen statt. Bruck entsendet zwei Sportler.
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Vom 16. bis 20. August finden im Weilburgpark beim Thermalstrandbad in Baden die 5. Gehörlosen Europameisterschaft im Beachvolleyball der Damen und Herren statt. Zudem wird heuer erstmalig ein U19 Jugendbewerb durchgeführt. Österreich ist bei diesem Event mit vier Teams vertreten: Ein Damenteam, zwei Herrenteams und ein Jugendteam.

Mit dem Geschwisterpaar Benedikt und Theresa Grath sind zwei gebürtige Brucker in Baden vertreten. Benedikt Grath tritt bei den Herren mit seinem langjährigen Partner Bernhard Kurzmann an, die beiden sind seit mehr als zehn Jahren ein eingespieltes Duo. Sie haben bereits viel Turniererfahrung und Österreich schon mehrfach bei diversen Europa-, Weltmeisterschaften und sogar bei den Olympischen Spielen für Gehörlose, den sogenannten „Deaflympics“, vertreten. Erst heuer im Mai fanden in Brasilien die Deaflympics statt, wo das Team Kurzmann/Grath den hervorragenden achten Platz belegte.

Bei den Damen spielt Theresa Grath mit Lisa Zörweg. Für Theresa ist es der zweite internationale Auftritt nach der WM in Polen im vergangenen Jahr, wo sie mit ihrer damaligen Partnerin Beatrice Brunnbauer den neunten Platz holte. Aufgrund eines Nationalitätswechsels von Brunnbauer spielt Grath nun mit Zörweg. Diese kommt aus dem Wintersport, ist somit eine Quereinsteigerin auf Sand.

„Blindes Verständnis“ ist am Platz notwendig

Wie bei fast allen Teamsportarten besteht beim Beachvolleyballsport die größte Herausforderung in der Kommunikation. Es fehlt die Möglichkeit, sich während dem Spiel verbal austauschen zu können. Insbesondere taktische Anweisungen oder Zurufe während dem Spiel, sogenannte „Calls“ müssen anderweitig kompensiert werden, die Teams müssen daher perfekt aufeinander abgestimmt sein. Theresa und Lilli sind sich einig: „Hörende Teams reden die ganze Zeit und geben sich Kommandos, wo sie den Ball beim Aufspiel haben möchten oder wo beim Angriff der Ball platziert werden soll. Daher müssen wir umso intensiver trainieren, um ein blindes Verständnis füreinander zu haben.“