Strasser fährt stets mit Helm. Michael Strasser nutzte die Coronakrise, um seinen Stresspegel runterzufahren.

Von Raimund Novak. Erstellt am 24. Juni 2020 (02:55)
Wieder auf Tour. Michael Strasser genoss zuletzt die Ausfahrten in der Gruppe. Er erlebte in der Corona-Zeit einen Radfahr-Boom. 
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„Mein Leben verlief immer so schnelllebig, da kam diese Ruhephase zur richtigen Zeit“, war Michael Strasser froh, dass die Krisenzeit die Hektik des Alltags gedrosselt hat und er sozusagen auf die Bremse treten konnte. Das galt aber nicht für die Fahrten mit seinem Bike. „Ich bin genauso weit gefahren, wie vorher. Es waren auch so viele Radfahrer unterwegs wie noch nie zuvor - und mit dem richtigen Risikomanagement war das aus meiner Sicht auch möglich.“ Doch eine Sache störte ihn schon: „Viele Leute wollten einfach raus, ließen aber die Sicherheitsvorkehrungen außen vor. Es fehlte oft der Helm.“

Der Trautmannsdorfer Weltrekordler bietet seit einiger Zeit in Wien Sport-Workshops an und hatte diese in den ersten Wochen der Krise in den eigenen vier Wänden abgehalten. Seine Fans waren über Instagram zugeschaltet. „Ich hatte bis zu 800 Zuschauer“, zeigt sich der 37-Jährige über das große Interesse begeistert. Mittlerweile kann er seine Übungen auf der Matte wieder wöchentlich im Arne Carlsson Park im 9. Wiener Gemeindebezirk einem großen Publikum präsentieren. Nicht selten sind bis zu 250 Personen mit voller Begeisterung dabei.