Bernhard Ruscher: „Rasen ist pipifein“. Legionaries-Spieler Bernhard Ruscher genoss die ersten Trainingseinheiten auf dem Kunstrasen in Schwadorf.

Von Felix Novak. Erstellt am 20. Januar 2021 (01:22)
Starke Leistung. Wide Receiver und New York Giants-Fan Bernhard Ruscher aus Bruck steuerte in den letzten beiden Saisonen zehn Touchdowns bei. 
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NÖN: Eine ganze Saison ohne Ligaspiel. Wie haben Sie Ihren Hunger nach Footballaction gestillt?

Bernhard Ruscher: Ich habe mir jede NFL-Partie, die irgendwo im Fernsehen lief, angesehen. Mit meinen Teamkollegen habe ich außerdem bei einem Phantasie-Spiel teilgenommen. Dabei bildete jeder Mitspieler ein Team aus NFL-Profis. Die Punkte, die die ausgewählten Spieler bei den NFL-Spielen sammelten, wurden dann zusammengerechnet. Und zwischen den Lockdowns wurde trainiert.

NÖN: Dafür stand der Kunstrasen in der neuen Heimstätte in Schwadorf zur Verfügung...

Ruscher: Genau, ein absoluter Traum. Nicht zu vergleichen mit dem alten Trainingsplatz in Pachfurth oder dem Fußballplatz in Fischamend. Verletzungen standen dort immer auf der Tagesordnung. Wegen der vielen Löcher sind viele Spieler umgeknickt und haben sich den Knöchel verstaucht. Das gehört jetzt der Vergangenheit an. Der Rasen ist pipifein und kann bei jeder Witterung, also auch bei Schnee, benutzt werden.

NÖN: Ein großer Vorteil im Hinblick auf den ersten Antritt in der dritten Division. Wie schätzen Sie die Chancen der Legionaries ein?

Ruscher: Mit ein paar Teams hatten wir schon in der Vergangenheit das Vergnügen und es war einige Male eine knappe Sache. Wir können sicher mit allen Gegnern mithalten. Wir verfügen auf jeder Position einen Top-Spieler. Wichtig wird sein, dass wir in diesen Positionen auch genauso starke Spieler nachbesetzen können.

NÖN: Gibt es genug Kandidaten?

Ruscher: Es gibt fünf bis zehn Rookies, die zum Teil im September zu uns gestoßen sind, aber noch kein Match in den Beinen haben. Ich spiele schon das sechste Jahr bei den Legionaries und habe unser Spielsystem schon intus. Die Neuen müssen diesen Weg noch beschreiten. Entscheidend wird sein, wie schnell sie zu den Leistungsträgern heranreifen.