Der „Altspatz“ aus Schwechat auf der großen Bühne

Erstellt am 07. Dezember 2022 | 02:39
Lesezeit: 3 Min
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Seit den 70iger Jahren ein Schwechater! Klubobmann Matthias Najemnik (m.) ist stolz auf Urgestein und Titelgewinner Franz Graf (r.) und den zweiten Landesmeister Johann Bogner.
Foto: privat
Die Schwechater eroberten vier Goldene bei den Landeswettkämpfen. Eine davon holte Urgestein Franz Graf.
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Fünf Stemmer der SV Schwechat sorgten für den idealen Saisonabschluss. Dem Meistertitel in der Wien/NÖ-Teamliga 4 folgten Landesmeistertitel bei den NÖ-Wettkämpfen in Schrems. Mit dabei war auch der 74-jährige Franz Graf.

„Leider geht es nicht mehr ganz so gut, wie er es möchte, aber wenn er es in diesem Alter noch auf die Bühne schafft, dann hat er einiges richtig gemacht“, gratulierte der Schriftführer des Klubs, Thomas Fischer, seinem Teamkollegen zu einem Titelgewinn mit 50kg im Reißen und 50kg im Stoßen. Konkurrenten gab es in seiner Altersklasse allerdings keine mehr. „Er zählt eben zu den Ältesten.“

Fischer selbst hatte in der allgemeinen Klasse bis 102kg Rang zwei erreicht. Seine Leistungen: 78kg und 95kg.

Den zweiten Titel steuerte der 56-jährige Johann Bogner bei. Er gewann mit 76kg im Reißen und 85kg im Stoßen Gold und ließ in seiner Altersklasse zwei Konkurrenten hinter sich.

Das Leichtgewicht Annika Cervinka startete in der Gewichtsklasse bis 59kg ohne Konkurrenz. Sie war mit ihren Leistungen – 45kg und 50kg – nicht zufrieden. Die Goldmedaillen in der allgemeinen und in der U23-Klasse wurden ihr am „Ladies Day“ dennoch überreicht.

Klubchef hatte bei der Auslosung Pech

Pech hatte der Obmann Matthias Najemnik. In der allgemeinen Klasse bis 81kg stemmte er, wie sein Konkurrent Johann Weissinger vom Team Waldviertel, 83kg und 105kg, dennoch wurde er auf Platz vier „verdrängt“.

Die Auslosung wurde ihm zum Verhängnis. „Leider besagt die Regel, dass derjenige, der bei der Abwaage eine niedrige Nummer zieht und zuerst das Gewicht erbringt, auch zuerst gewertet wird“, erläutert Fischer. Die niedrige Nummer zog eben Weissinger. Zumindest in der Masterswertung war Najemnik der dritte Platz sicher.

Sein Sohn Christoph überzeugte mit einem Gesamtgewicht von 231kg (105kg im Reißen, 126kg im Stoßen) in der allgemeinen Klasse bis 89kg und holte Bronze. „Zarte 5kg fehlten auf den zweiten Platz“, berichtete Fischer von diesem knappen Duell. Der Sieg ging an Dominik Certov (Vösendorf).