WM-Titel durch technischen Fehler verpasst. Im tschechischen Prag schrammte der Hainburger Weltrekordler Josef Nussbaumer nur knapp am vierten WM-Titel vorbei.

Von Raimund Novak. Erstellt am 01. November 2017 (02:18)
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Alles blickt auf Nussbaumer! Der Hainburger hielt den WM-Kampf bis zum Schluss spannend. Nächstes Jahr möchte er zurückschlagen.

Drei Weltmeistertitel hat Josef Nussbaumer bereits eingesackt, in Prag hätte nun der vierte folgen sollen, aber in der letzten Runde im Bankdrücken (Masters 65-69/ bis 125kg) hatte die Jury einen ungültigen Versuch erkannt.

Dabei begann der Wettkampf vielversprechend. Der Tscheche Josef Hakl machte den Anfang: 190kg und neuer Weltrekord. Nussbaumer legte mit dem selben Gewicht nach. Im zweiten Durchgang erhöhte der Konkurrent auf 200kg – für Nussbaumer auch kein Problem.

Im dritten Versuch knackte der Tscheche den Weltrekord aller Verbände mit 205kg. Nussbaumer, der weniger wog, als sein Konkurrent, musste aufgrund des Gewichtsunterschieds auf 205,5kg gehen, um den Titel zu holen. „Ich habe das Gewicht hochbekommen, aber aufgrund eines technischen Fehlers mit dem rechten Fuß, zählte das Ergebnis nicht“, ärgerte sich der Hainburger, vor allem nachdem ihm Zuschauer darauf ansprachen. „Sie meinten, dass Hakl möglicherweise bevorzugt wurde, da er der Hausherr ist, aber da kann man nichts machen.“

Ein weiterer Athlet des KSV Bruck, Julian Scharpf aus Petronell, verbesserte seinen eigenen Rekord im Kreuzheben um 22,5kg und landete bei den Junioren mit 192,5kg ebenfalls auf Rang zwei. Den Titel schnappte sich der Slowake Lukas Baranyi mit 195kg.