Herbert Kasper: „Einen Weißhaarigen habe ich überholt“. Der Brucker Herbert Kasper lief erstmals auf einer Trabrennbahn und staubte gleich die Silberne ab.

Von Raimund Novak. Erstellt am 24. Oktober 2018 (02:05)
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Pfiffige Idee. „Das Steckpferd bleibt das Laufen“ steht auf dem Plakat von Herbert und Bruder Gerhard Kasper, mit dem sie auf der Trabrennbahn aufmarschierten. Und das Steckpferd durfte natürlich auch nicht fehlen.

Er hätte den Badener Meilenlauf auf der Trabrennbahn beinahe verpasst und nahm am Ende doch noch eine Medaille nach Hause. Zur Vorgeschichte: Herbert Kasper und sein Bruder Gerhard waren mit dem Auto unterwegs, hatten sich aber zwischenzeitlich verfahren. „Ich wollte immer schon einmal auf einer Trabrennbahn laufen“, befürchtete Kasper, dass er seinen großen Wunsch ein Jahr aufschieben muss. Erst kurz vor dem Start traf er in Baden ein. So entschied die Rennleitung den 74-Jährigen, der für die 5km angemeldet war, noch auf der kürzeren Strecke unterzubringen: dem 1 Meile-Lauf (1,6km), der etwas später über die Bühne ging.

So ging sein Traum doch noch in Erfüllung. Noch dazu holte er Silber in der Wertung 70+. Auf dem Weg dahin hatte er seine Konkurrenz immer im Blickwinkel. „Da waren ein paar Weißhaarige unterwegs. Einen habe ich abgehängt“, schmunzelt der 74-Jährige im Gespräch mit der NÖN und meinte seinen Bruder, der hinter ihm die Bronzene ergatterte. An einen Kontrahenten kam er nicht heran: Der Brite Rudolf Foit kam noch vor Kasper ins Ziel.

Dennoch war die Freude über die Medaille groß und der Terminkalender um einen Eintrag reicher.