Disqualifikation bei Team-EM: „Ging wütend ins Hotel“. Bei der Team-EM in Kroatien wurde die 4×100m-Staffel disqualifiziert.

Von Raimund Novak. Erstellt am 14. August 2019 (00:54)
ÖLV
Fehler bei der Übergabe. Die Nachricht über die Disqualifikation überraschte Felix Einrahmhof (l.) und Co.. Trotz des erfolgreichen Klassenerhalts saß der Ärger bei den Athleten tief. Punkte für Österreich holten unter anderem die SVS-Athleten Victoria Hudson (Speer), Andreas Steinmetz (Hochsprung) und Tatjana Meklau (Hammer). Die Teamwertung gewann Estland.

Ausgerechnet im letzten Bewerb der Mannschafts-EM musste Österreich punkten, um den Verbleib in der zweiten Leistungsklasse zu sichern. Kurz vor dem 4×100m-Staffel-Start im Sloboda-Stadion in Varazdin lag das rot-weiß-rote Team auf dem rettenden siebenten Rang, musste aber den direkten Konkurrenten Israel hinter sich lassen.

Im Staffelteam waren zwei SVS-Athleten: Dominik Hufnagl und Felix Einramhof. Gemeinsam mit Florian Herbst (LAC Klagenfurt) und Markus Kornfeld (DSG Wien) hatten sie im Lauf Israel geschlagen, dann ertönte aber die Durchsage: „Österreich und Israel sind disqualifiziert.“ Angeblich hätte der 17-jährige Kärntner die Linie in der Übergabezone um ein paar Zentimeter übertreten. Ähnliche Vorwürfe gab es beim Konkurrenten. Es folgten lange Diskussionen zwischen den betroffenen Teams und den Richtern.

Nach den Videoauswertungen wurde die Disqualifikation bestätigt. „Ich habe die Diskussionen nicht bis zum Ende mitverfolgt. Ich war so wütend und bin sofort ins Hotel zurückgekehrt“, ärgerte sich Hufnagl. Der Klassenerhalt wurde aufgrund der Disqualifikation beider Teams dann trotzdem geschafft.