„Saubere“ Mayr holte EM-Silber im Berglauf. Andrea Mayr (SVS) unterlag in der Schweiz der Lokalmatadorin Maude Mathys mit einer Minute Rückstand.

Von Raimund Novak. Erstellt am 10. Juli 2019 (02:13)
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„Der Berg ruft“. Auf der Riffelalp lag sie noch vorne, dann musste Andrea Mayr ihre Konkurrentin ziehen lassen.

Mehrere Führungswechsel sorgten bei der Berglauf-EM in Zermatt für einen spannenden Zweikampf zwischen der Lokalmatadorin Maude Mathys und Andrea Mayr von der SV Schwechat. Mayr profitierte von ihren Stärken in den Steilhängen, die Konkurrentin nutzte wiederum die flachen Strecken, um schlussendlich den Vorsprung auf die SVS-Athletin auszubauen. Die Schweizerin siegte in 1:00:18,1 Stunden.

Mayr kam eine Minute später durch das Ziel, das in 2600m Höhe lag und hatte dabei beinahe eineinhalb Minuten Vorsprung auf die Bronzemedaillengewinnerin Christel Dewalle aus Frankreich.

„Im flachen Stück konnte Maude anscheinend mehr Druck machen. Vielleicht hat heute auch die Höhe der Strecke den Ausschlag gegeben. Es war mir in der Wettkampfvorbereitung nicht möglich, ein Höhentrainingslager einzuschieben“, zeigte sich die 39-Jährige, die kurz vor ihrer Facharztprüfung steht, nach dem Rennen durchaus kritisch.

Interessantes Detail am Rande: Auf dem Podest war Mayr die einzige des Dreiergespanns, die noch nicht wegen eines Dopingvorfalls gesperrt wurde. Die Französin wurde im Jahr 2017 des Dopings überführt, da sie bei der Ski-Weltmeisterschaft ein Jahr zuvor nicht sauber war, die Schweizerin fasste 2015 eine Strafe aus, da sie zur hormonellen Behandlung zur Stimulierung einer Schwangerschaft verbotene Substanzen zu sich nahm.