Erstellt am 21. März 2012, 00:00

Mit Helmlicht und GPS Everesthöhe erreicht. EXTREMSPORT / Michael Strasser meisterte mit Ski, Rucksack und einer Digitalkamera ausgerüstet 8848 Höhenmeter.

 |  NOEN
x  |  NOEN

„Solche Projekte werden nur im Kopf gewonnen“, verrät Michael Strasser seine Erfolgsstrategie bei sportlichen Extremevents.

Der 28-jährige Trautmannsdorfer sorgte bereits mit Platz vier bei den Staatsmeisterschaften in der Ironman-Distanz in Podersdorf für Aufsehen und legte außerdem mit dem Rad im Herbst 2011 innerhalb von vier Tagen eine Strecke von 1350 Kilometer zurück.

Strassers Ambition: „Bin  immer ehrlich unterwegs“

Seit längerem schwebt Strasser das Großprojekt „8848 - nonstop auf den Everest“ durch den Kopf. Dabei galt es am Ski-Trainingsberg im Osten, dem Stuhleck, eine Distanz von 97 Kilometern zurückzulegen. Bei der mehrfachen Besteigung des Bergs (980 Höhenmeter) musste in einem Zug die Everesthöhe von 8848 Kilometer gemeistert werden. Dieses Projekt diente auch zur Vorbereitung auf den Ironman in Podersdorf, den der 28-Jährige gewinnen möchte. Bisher haben es erst zwei Tiroler geschafft, die 8848 Höhenmeter auf diese Art zu erreichen, allerdings jeweils mit einem Serviceteam.

„Meine sportliche Ambition ist es allerdings, immer ehrlich unterwegs zu sein“, versuchte Strasser den Versuch alleine, lediglich mit Ski, Rucksack, GPS und einer Digitalkamera ausgerüstet.

Der erste Versuch im Dezember musste leider aufgrund eines Schneesturms bei 5500 erreichten Höhenmetern abgesagt werden. Beim zweiten Anlauf vor wenigen Tagen klappte es.

„Zermürbend, wenn du nur  dem Lichtkegel folgst“

Um 1 Uhr früh startete Strasser den erfolgreichen Versuch. „Es ist schon zermürbend, wenn du lediglich dem Lichtkegel des Helmlichtes folgen musst, vor allem in der zweiten Nacht, wenn du über 17 Stunden hinter dir hast“, beschreibt der 28-Jährige die Strapazen.

Er wusste allerdings, dass man sein Ziel nie aus den Augen verlieren darf, selbst wenn der Körper am Limit angekommen ist. Nach 22 Stunden und zwei Minuten und einem Energieverbrauch von 16.400 Kilokalorien war es dann soweit. 8848 Höhenmeter waren „nonstop by fair means“, was bei Bergexpeditonen soviel heißt wie: „Fair den Regeln entsprechend, ohne künstliche Hilfsmittel“, zurückgelegt.