Pleiten, Pech und Pannen in Linz. Patrick Mayer hatte mit seinem Auto zu kämpfen, fuhr aber mit seinem VW Golf I 16V dann doch noch Tagesbestzeit.

Erstellt am 06. September 2017 (02:50)
Freude über Bestzeit: Schwechats Motorsportler Patrick Mayer.
privat

Alles war angerichtet für einen weiteren Gesamtsieg für den Staatsmeisterschaftsführenden Patrick Mayer beim 4. Lauf zur österreichischen Meisterschaft in Linz/Pichling. Doch es sollte ganz anders kommen. Schon von der Früh weg traten beim VW Golf I 16V technische Probleme auf.

Auf dem Weg zur Abnahme, welche immer vor einem Rennen absolviert werden muss, streikte die Servolenkung und andere Kleinigkeiten – Grund dafür eine kaputte Lichtmaschine. Siegfried Mayer, der Vater von Patrick, welcher für die Technik zuständig ist, musste somit gleich zu Beginn eine kleine OP am Golf durchführen. Vor dem 1. Training war der Golf wieder einsatzbereit und somit alles im Lot für einen guten Renntag. Die Trainings absolvierte Patrick zu seiner Zufriedenheit, er fühlte sich trotz des abwechslungsreichen Wetters pudelwohl.

Technische Probleme im Rennlauf

Im ersten Rennlauf dann der nächste Schreck: Auf dem Weg zu einer Bestzeit bekam Mayer ca. 350 Meter vor dem Ziel einen Schlag und rollte den restliche Kurs ohne Vortrieb am Golf aus. Er konnte die Zeitnehmung zwar noch auslösen, aber anstatt der Führung musste er sich mit einer schlechten Zeit zufrieden geben. Jetzt hieß es wieder Einsatz für Papa Sigi, die rechte Antriebswelle war gerissen, bis zum zweiten Rennlauf war der Golf abermals einsatzbereit, aber nicht für lange Zeit.

Auf dem Weg zum Vorstart gab dann die linke Halbachse w.o., welche anscheinend im ersten Rennlauf auch in Mitleidenschaft gezogen wurde. Diesen Heat musste Patrick also aussetzen und auf den dritten Turn hoffen, da man zwei Zeiten braucht, um in die Wertung zu kommen. Der VW wurde instand gesetzt und Mayer fuhr mit der Wut im Bauch sensationell Bestzeit im letzten Lauf. Dies bedeutete den vierten Gesamtrang und zweiten Klassenplatz.