Victoria Hudson sorgte für Action an der Donau. Im März sorgte Victoria Hudson (SVS) mit einer Weite von 61 Meter für Aufsehen. Nun bangt sie um die Olympia-Teilnahme.

Von Raimund Novak. Erstellt am 24. Juni 2020 (02:34)
Mitten im Aufbautraining: Victoria Hudson führt Dehnungsübungen mit dem Medizinball durch.
privat

Als ihr 600 Gramm schwerer Speer im südafrikanischen Potchefstroom nach 61 Meter einschlug, zählte sie zu jenen drei Österreicherinnen, die die 60m-Marke knackten. Drei Monate später liegt Heeressportlerin Victoria Hudson auf Rang sechs der Weltrangliste, versucht aber ihre alte Form wieder zu finden.

„Ich habe an einem kleinen steinigen Wiesenplatz nahe eines Treppelweges entlang der Donau mit dem Speer trainiert, allerdings war es mehr ein Schupfen als ein Werfen“, spricht die Hainburgerin von einer schwierigen Zeit in der Coronakrise. „Ohne Trainerin ist im technischen Bereich leider wenig weitergegangen.“

Mittlerweile kann die 24-Jährige wieder mit ihrer Trainerin Elisabeth Eberl in der Südstadt trainieren. Ganz besonders wichtig: Hudson kann wieder ihre Physiotherapie in Anspruch nehmen. In der Krisenzeit musste sie die Übungen für die leichten Verletzungen an Schulter und Ellenbogen zu Hause ausführen. „Gerade der Speerwurf ist eine sehr aggressive Disziplin, die auf die Gelenke und Sehnen wirkt. Regelmäßige regenerative Maßnahmen sind daher besonders wichtig.“ Die Auswirkungen merkte sie vor wenigen Wochen. „Nach dem Wiedereinstieg in das Training merkte ich, dass ich wieder zu meiner Grundbasis finden muss. Jetzt gerade arbeite ich daran, den Level vom März zu erreichen.

Die Sportlerin steht vor einer unsicheren Zukunft. Die Staatsmeisterschaft steigt nun im August, EM wurde abgesagt und ob die Olympischen Spiele in Tokio auch tatsächlich nächstes Jahr stattfinden, ist unklar.