Vereinssport in Coronazeiten. Die Sektionsleiter der SV Schwechat versuchen ihre Mitglieder in der Krise bei Laune zu halten.

Von Felix Novak. Erstellt am 03. März 2021 (01:11)
Konzentriert. Nico Regnemer spielt sehr gerne Tischtennis, ist aber auch bei den Koordinationsübungen mit 100 Prozent bei der Sache. 
privat

„Sie tun sich echt schwer, sich selbst zu motivieren“, weiß Schwechats Jiu-Jitsu-Sektionsleiterin Annika Pap, wie schwer es ist, Mitglieder in Zeiten von Corona fit zu halten. Ein abwechslungsreiches Programm soll verhindern, dass die Gruppe nicht einrostet und auch der Spaß nicht zu kurz kommt.

So kann es dann vorkommen, dass sogar das eigene Stofftier für einen Festhaltegriff zum Einsatz kommt. Der wöchentliche Trainingsplan enthält außerdem Videos mit Aufwärm-, Kraft-, Schlag- und Trittübungen für alle Altersstufen. Im März plant Pap, auf Liveübertragungen umzusteigen.

Ein Viertel der Mitglieder hat den Verein aufgrund der Coronakrise verlassen. Einer der 30 Dagebliebenen ist Karic Adem. Die Nachwuchshoffnung der SVS trainiert mit dem U16-Nationalkader regelmäßig im Stützpunkt in Alterlaa.

Ping Pong-Duell am Küchentisch

Von einem Mitgliederschwund blieb laut Judit Regnemer die Tischtennissektion verschont. Sie versucht ebenfalls, ihre Mitglieder bei Laune zu halten. Mit einem Video von einem Tischtennisspiel am Esstisch in der Küche fing alles an. Es folgten diverse sportliche Herausforderungen sowie Konditions- und Koordinationseinheiten. „Wir schickten außerdem Biografien bekannter Spieler oder zeigten ihnen dessen Trainingsmethoden“, schildert Regnemer die unterschiedlichen Methoden, um die schwierige Zeit zu überbrücken.

Ella Raiber hatte dieselbe Aufgabe in der Sektion Volleyball. Sie bereitet auch Aufgaben vor, die für die ganze Familie geeignet sind. „Obwohl es mir schon passiert ist, dass ich bei einer Übung in meine Garage ausweichen musste.“