NÖ-Rennen: Das Absteigen ist „streng verboten“. Der Fischamender Andreas Schneider musste im Vorjahr nach 400 km aufgeben, diesmal möchte er das NÖ-Rennen durchziehen.

Von Raimund Novak. Erstellt am 16. September 2020 (01:12)
Gut vorbereitet: Für das Non-Stop-Rennen in Niederösterreich verfügt Andreas Schneider über jeweils ein Fahrrad für die ebenen und für die bergigen Teilstrecken. Er möchte das Rennen in unter 24 Stunden beenden. Ein Begleitfahrzeug mit vier Freunden folgt ihm. 
Gruber

15.000 Kilometer hat Andreas Schneider seit Anfang dieses Jahres schon auf seinem Rad zurückgelegt. Vor dem großen Höhepunkt am 18. September überlässt der Fischamender nichts dem Zufall.

Der 52-Jährige startet wieder beim Race Around Niederösterreich. 600 km und 6000 Höhenmeter müssen die Teilnehmer auf diesem Rundkurs entlang an der Landesgrenze zurücklegen. Im Vorjahr verlief es für Schneider nicht nach Wunsch.

„Nach 400km habe ich gelernt, dass man nicht immer aufs Ganze gehen muss. Ich bin vom Rad abgestiegen“, schildert Schneider im Gespräch mit der NÖN seine anstrengende Fahrt bei Kälte und Nässe. „Ich wollte nicht krank werden“, entschied sich der Sporttherapeut und Heilmasseur damals für den Abbruch des Rennens.

Heuer möchte er es allerdings durchziehen. Genug Erfahrung hat er, um die kritischen Phasen durchzustehen. „Meistens wird es bei derartigen Rennen zwischen drei und sechs Uhr Früh sehr zäh. Immer kurz vor dem Sonnenaufgang muss ich immer besonders durchbeißen.“

Freunde und Frau „opfern“ ihre Freizeit

Freunde und Familie sind bei derartigen Events große Stützen. „Sie opfern viel Freizeit für mich.“ Die Behinderung seiner älteren Tochter hat ihn vor fünf Jahren dazu bewegt, bei einem Charity-Event mitzumachen. Er legte von Donaueschingen (D) nach Fischamend 830km zurück und spielte für den Verein „Pferde stärken“ (Physiotherapiezentrum in Gramatneusiedl) 24.000 Euro ein. „Meine Tochter reitet gerne, daher war es mir ein großes Anliegen.“

Es war außerdem der Startschuss für den Einstieg in den Ultraradsport. Zuvor hatte der Sporttherapeut hauptsächlich Laufveranstaltungen besucht. Seit seinem 25. Lebensjahr hat der Fischamender Ausdauersportler neben zahlreichen Ultraläufen schon bei 48 Marathons teilgenommen.