Sehenswerte Schleifen beim 12. Enzersdorfer Herbstlauf. Im Laufcup Ost-Finale waren die Läufer von der Aussicht begeistert. Die Teilnehmeranzahl schrumpft jedoch.

Von Raimund Novak. Erstellt am 09. Oktober 2019 (00:45)

„Die Läufer schwärmen von unserem Streckenprofil, hadern aber mit den schwindenden Teilnehmerzahlen“, zog Herbstlauf-Organisator Norbert Heuber Bilanz. Zum zwölften Mal wurde der Bewerb, der heuer wieder das Finale der Laufcup Ost-Serie war, ausgetragen. Für eine Fortsetzung benötigt es aber aus der Sicht des Veranstalters (Gemeinde) neue Angebote.

Weshalb? Gerade einmal 140 Laufsportbegeisterte lockte der finale Showdown nach Enzersdorf. „Sehr mager, aber viele Laufserien sind mit diesem Problem konfrontiert“, meinte Heuber. Neue Attraktionen sollen im nächsten Jahr mehr Läufer nach Enzersdorf holen.
Tatsächlich berichten viele Läufer von einem generellen Teilnehmerschwund bei Laufveranstaltungen, so auch Christian Stelzhammer vom Stixneusiedler Verein Lauf ins Leben Triclub Ost: „Viele Leute können sich nicht mehr motivieren, etwas für sich selbst zu tun. Das ist schade.“ Stelzhammer selbst landete beim Hauptlauf mit 49:36 Minuten auf dem 23. Gesamtrang. „An die Höhenmeter musste ich mich erst gewöhnen, aber die Aussicht habe ich genossen.“

Die schöne Strecke mit ihren 120 Höhenmetern war für viele der Anreiz, nach Enzersdorf zu kommen. „In der ersten Schleife sind das Leithagebirge und der Schneeberg zu sehen, kurze Zeit später hat man eine Sicht auf Wien mit dem Kahlenberg“, erläutert Heuber.
Über einen Cupgesamtsieg durfte sich Barbara Tremel vom HSV Bruck Kaisersteinbruch freuen. Sie absolvierte sechs der neun Cupläufe und landete in Enzersdorf auf Rang sieben.