Aufsteiger wächst über sich hinaus. Der SC Wieselburg sorgt als Liganeuling erneut für Furore und gewinnt in Rohrendorf verdient mit 3:1.

Von Franz Willatschek. Erstellt am 27. Oktober 2014 (12:06)
NOEN, Franz Willatschek
Jürgen Teufl trug mit seinem Doppelpack einen großen Teil zum Auswärtssieg seins SC Wieselburg in Rohrendorf bei.

ROHRENDORF - WIESELBURG 1:3. Der SC Wieselburg mausert sich zum Überraschungsteam der Liga. Der Aufsteiger zeigte gegen die heimstarken Rohrendorfer eine mannschaftlich geschlossen starke Leistung.

Der Sieg war aufgrund des Chancenübergewichts verdient, was SCW-Obmann Robert Gnant Jubeltöne anstimmen lässt: „Das war das stärkste Spiel, das ich je von einem Wieselburger Team gesehen habe. Speziell die erste halbe Stunde war sensationell. Zur Pause hätten wir gut und gerne 5:0 führen können.“

„Taktisches Konzept toll umgesetzt“

Aber alles der Reihe nach: Die Gäste, bei denen Stefan Sailer und Raphael Affengruber weiterhin verletzungsbedingt fehlten, starteten mit einem überaus aggressiven Pressing in die Partie. Trainer Christian Maurer stolz: „Die Spieler haben mein taktisches Konzept toll umgesetzt. Wir haben den Gegner kommen lassen und dann eiskalt im Konter zugeschlagen.“

Der Lohn waren zwei schnelle Treffer in den ersten 15 Spielminuten. Bereits in der 7. Minute klingelte es zum ersten Mal im Rohrendorfer Gehäuse. Nachdem Jürgen Teufl zwei Mal am groß aufspielenden Keeper der Hausherren, Peter Rosenmayer, gescheitert war, drückte Andreas Schluder, der dieses Mal im Mittelfeld abgierte, das Leder zur Führung über die Linie.

In der 16. Minute hieß es 2:0. Teufl war mit einem verwandelten Elfmeter nach vorangegangenem Handspiel erfolgreich.

Teufl in Hochform sorgte für Entscheidung

Die Braustädter hatten damit aber noch nicht genug. Der beherzt kämpfende Patrick Göbl, Teufl, Schluder und Lubos Pecka ließen in der Folge vier hochprozentige Chancen auf eine höhere Pausenführung aus. Für Coach Maurer ein ärgerlicher Umstand: „Wir haben es verabsäumt, bereits in der ersten Halbzeit alles klar zu machen. Zum Glück haben sich dieses Mal die vergebenen Chancen nicht gerächt.“

Er spricht dabei das rasche 3:0 wenige Minuten nach dem Seitenwechsel an. Nach einem Lochpass von Reinhard Wurzer ließ sich der in Hochform spielende Teufl die Chance nicht nehmen. Damit nahmen die Gäste den Heimischen den Wind endgültig aus den Segeln.

Obwohl die Rohrendorfer in der Schlussphase aufgrund der schwindenden Kräfte der Gäste besser ins Spiel fanden, war ihnen nur mehr der Ehrentreffer durch Johannes Sacher vergönnt. SCW-Erfolgscoach Maurer streut Rosen: „Ein Kompliment an die Mannschaft.“

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