Bernhard Pickl schafft Historisches. Der Gaminger Sportschütze holte bei der EM in Baku seine erste Goldene bei einer internationalen Meisterschaft.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 08. August 2017 (01:24)
privat/Pickl

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Sechs Einzelmedaillen — da runter zwei Goldene — und sechs Teammedaillen. Die Europameisterschaft in Aserbaidschans Hauptstadt Baku war für den Österreichischen Schützenbund (ÖSB) die erfolgreichste aller Zeiten. Bisheriger Rekordwert: acht Medaillen (Osijek/ 2009).

Einer der Gründe für die Ausbeute: Bernhard Pickl. Der Schütze des SV Gaming lieferte in Baku seine wohl beste Leistung auf diesem Niveau ab und krönte seinen Auftritt mit der ersten Goldmedaille bei einer internationalen Meisterschaft. Außerdem steuerte Pickl noch zwei dritte Plätze aus Teambewerben bei.

Bis der Gaminger Sportschütze seine Goldene in Empfang nehmen durfte, dauerte es einige Zeit. Erst im letzten Bewerb der Meisterschaften, dem 300m-Standardgewehrbewerb, klappte es. 192 Ringe kniend, 196 im Liegen und 190 im Stehen schoss Pickl.

Der Finne Juho Kurki kam zwar ebenfalls auf diese Ringzahl, Pickl hatte aber aufgrund der höheren Anzahl an Innenringzehnern die Nase vorne. „Ich bin überglücklich“, jubelte Pickl nach der Entscheidung. „Heute hat mich wirklich das Glück des Tüchtigen getroffen.“

Das 300m-Dreistellungsmatch beendete Pickl als Teil von Team Österreich, gemeinsam mit Stefan und Gernot Rumpler, auf Platz drei. Beim erstmals ausgetragenen Mixed-Wettkampf holte der Gaminger mit seiner Partnerin Olivia Hofmann ebenfalls Bronze.