"Snowboard-Weltcup war positive Werbung für Lackenhof“. OK-Chefin Michaela Dorfmeister und Geschäftsführer Lackenhof Andreas Buder ziehen eine erste positive Bilanz. Beide sehen einen großen Imagegewinn für Region.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 09. Januar 2018 (05:00)
Christian Eplinger

NÖN: Der Snowboard-Weltcup in Lackenhof ist jetzt schon wieder Geschichte. Wie groß ist die Erleichterung?

Michaela Dorfmeister: Sportlich ist der Weltcup mehr als gut verlaufen. Ich bin einfach nur happy. Nachdem vor den zwei Tagen das Wetter nicht immer auf unserer Seite war, waren faire Pistenverhältnisse nicht zu erwarten. Wir haben von den Athleten und Trainern nur positive Rückmeldungen erhalten.

Andreas Buder: Die Premiere ist uns sehr gelungen. Die harte Arbeit während der Vorbereitung hat sich ausgezahlt. Für mich als Geschäftsführer waren nicht nur die Rennen wichtig, sondern, dass der restliche Skibetrieb in Einklang mit dem Weltcup ist. Das hat im Großen und Ganzen sehr gut funktioniert.

Wie sahen die Vorbereitungen während der letzten Tage aus? Immerhin hat es bis zum Tag des Rennens noch stark geregnet.

Buder: Wir haben im Vorfeld schon unsere Beschneiungsstrategie geändert. Unsere Pistenarbeiter haben enorme Geduld gezeigt. Da nochmals auch herzlichen Dank an Erwin Fallmann und Herbert Schoder, die alles perfekt koordiniert haben. Im Endeffekt hatten wir noch Glück, dass es am Renntag um fünf Uhr aufgehört hat zu regnen. Daher konnten wir eine perfekte Piste präparieren. Vor dem Teambewerb mussten wir die Distelpiste nur abziehen.

Dorfmeister: Am Tag vor dem Rennen hat es am Nachmittag noch geschneit. Wäre zu viel Schnee gefallen, hätten wir gemeinsam mit dem Bundesheer in der Nacht noch den Schnee rausgerutscht. Da es aber danach geregnet hat, brauchten wir zusätzlich Salz. Aber die Piste hat an beiden Tagen perfekt gehalten.

Gab es Momente, bei denen Sie eine Absage befürchtet hatten?

Dorfmeister: Sicher sind wir in der Vorbereitung vor ein paar Problemen gestanden. Doch die haben sich alle gelöst. Deshalb hatte ich nicht die Befürchtung, dass wir vor einer Absage stehen. Buder: Eigentlich zu keiner Sekunde. Bei der Schneeabnahme der FIS am 3. Jänner haben viele geglaubt, dass wir keine Rennen veranstalten können. Oder zumindest keine fairen Verhältnisse hinbekommen. Doch ich war nie nervös. Es ist ja auch nicht mein erstes Rennen, das ich vorbereite. Da wäre ich in der falschen Position, wenn ich da nervös geworden wäre.

Wie stolz sind Sie, nachdem die Athleten durchwegs positive Rückmeldungen gegeben haben?

Dorfmeister: Die Rückmeldungen sind die besten Zeugnisse und machen einen glücklich. Es sind super Bilder von Lackenhof und Niederösterreich um die Welt gegangen. Ich bin stolz auf das große Helferteam, das ausgezeichnete Arbeit geleistet hat. Man darf nicht vergessen, dass die Veranstaltung ohne diese zahlreichen Helfer nicht möglich gewesen wäre. Da möchte ich mich nochmals bedanken.

Buder: Natürlich freue ich mich. Doch nicht nur über die Rückmeldungen der Athleten oder Trainer. Wir hatten mit den Parkplätzen eine ebenso große Herausforderung. Da hat das Zusammenspiel zwischen den Sicherheitsbeamten, der Exekutive und den freiwilligen Helfern sehr gut funktioniert. Mein Ziel war es auch, dass wir trotz des Weltcup-Events nicht zu viele Beschwerden bei den Tagesgästen im Skigebiet erhalten.

Wird der Snowboard-Weltcup in zwei Jahren wieder in Lackenhof Halt machen?

Dorfmeister: Das ist unser Ziel. Wir werden aber natürlich alles nochmals analysieren. Ob wir es wieder in dieser Form machen oder vielleicht anders weitermachen, steht noch nicht fest. Aber es war eine positive Werbung für Lackenhof.

Buder: Davon gehe ich aus. Zumindest haben wir es vor. Die zwei Tage haben für ein gutes Image gesorgt. Bei den Liveübertragungen wurde gezeigt, dass wir genug Schnee haben. In den letzten Jahren standen wir hier meistens in der Kritik. Der Event war die beste Werbung für uns. Wir wollen auf jeden Fall auch in zwei Jahren wieder Austragungsort sein.

Wo gilt es, die Hebel für einen Folgeevent anzusetzen?

Dorfmeister: Sicher haben sich einige Probleme gezeigt, an die wir nicht gedacht haben. Aber das werden wir selbst analysieren und beim nächsten Mal versuchen zu verbessern.

Buder: Bei den Zuschauern haben wir noch Potenzial. Der Zuschauerbereich war nicht überfüllt. Aber vielleicht auch nicht schlecht. Für für das erste Mal war der Zuschauerschnitt von 500 Besuchern pro Tag jedoch nicht schlecht.